Opensuse - ein Resumé und ein Vorausblick

Hallöchen Ihr Guten! :slight_smile:

also als Neueinsteiger in Opensuse, der von einer anderen Distribution kommt, würde ich gerne mal ein Resumé lesen von den aktiven Nutzern hier:

Warum Suse?

  • Weil es ein deutsches Projekt ist?
  • Wegen den Snapshots?
  • Hat Suse eine art Vorreiterrolle in der Linux Welt?
  • Weil es eine professionelle Enterprise Version gibt? Oder gar weil man damit arbeitet?

Oder was könnten noch Gründe sein?

Und für die Anfänger bzw. Einsteiger, wie mich, was darf ich erwarten?
Ich sehe schon, dass vieles durchdacht ist. Mir gefällt die Grafik.
Doch ich habe auch Probleme erlebt.

Was denkt ihr sind die Top 5 Stolperfallen, die bei mit etwas Unkenntnis oder Ungeschicklichkeit zu Problemen führen könnten?
Ich bin sicherlich kein Pro mit Linux, i.d. Systemadministration. Aber etwas mehr als der durchschnittliche Desktop Linux user weiss ich schon.

  • Nvidia-treiber?
  • verschlüsselte root partition?
  • verzwickungen im Paketmanagement?

Mich würde es nämlich insofern interessieren, dass ich einfach ein schönes KDE Plasma System am laufen haben will, wenn möglich all-encrypted, aber keinen Bock mehr auf Fehlersuche habe derzeit. :smile:

Schönen Gruss :hibiscus:

Warum openSUSE?

  • Weil, SUSE an sich gibt es seit 1992 → Vierunddreißig Jahre …
  • Weil, SUSE an sich ist International.
  • Weil, die openSUSE Gemeinschaft ist ziemlich Nett und hilfreich.
  • Weil, das Open Build Service (OBS) gibt Änderungen von Anwendungen erst frei wenn, die Prüffälle erfolgreich durchgeführt worden sind.
  • Weil, SUSE Mitarbeitern sind in das CVE Umfeld aktiv – z.B.: <https://www.suse.com/c/suse-responds-to-the-copy-fail-vulnerability/>
  • Weil, die openSUSE Konferenz ein netter gemeinschaftliche Treff ist – <openSUSE Conference 2026>
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Von welcher Distribution kommst Du?

Ich nutze seit ca. 25 Jahren (open)SUSE. Nicht weil ich openSUSE für die “ultimative” Distribution halte, sondern weil es die Distribution ist, mit der ich mich am besten auskenne.

Meiner Meinung nach kann man eigentlich mit jeder Distribution (ich “spiele” in VMs mit Arch Linux, Fedora, Kubuntu, Linux Mint und TuxedoOS), in deren “Eigenheiten” man sich eingearbeitet hat, problemlos arbeiten.

Die wirklich wichtige Frage ist daher: Warum willst Du Deine jetzige Distribution verlassen? Was kann Dir Deine jetzige Distribution nicht bieten (und was Du zwingend von openSUSE erwartest)?

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Es ist ja nicht nur “die Distribution”… Bei “großen” Distributionen (z.B. möchte ich hier openSUSE, Fedora, Ubuntu, Debian erwähnen) gibt es ja auch ein ganzes Maß an Infrastruktur drumherum,
wie in diesem Fall:

Das hast Du sonst nicht überall, auch wenn die Distribution selbst vielen Ansprüchen gerecht werden mag (mindestens wenn man sich entsprechend mit der jeweiligen Distribution ausreichend beschäftigt).

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Danke!
Da habe ich ja noch einige links zu besuchen.

Ist das dir wirkliche Frage? :wink:

Aktueller Anlass: mein FerenOS ist ausgelaufen und ich hatte keinen Grund gesehen, diese wenig unterstützte Distri nur wegen eines ganz ansehnlichen KDE Plasma nochmal zu installieren.

Was mir Mint nicht bieten kann?
Ein rolling release.

Was erwarte ich?
Mal sehen. Ein funktionierendes system und eine bootfähige Installation.

Hintergrund meiner drei Fragen zu “Stolperfallen”

Ich habe Fehler gemacht bei der Installation oder post Installation und möchte fehleranfällige Einstellungen übermorgen bei der Neuinstallation vermeiden.

  • nvidia
  • ich habe meine homepartition (seperat) verschlüsselt
  • ich habe meine root Partition verschlüsselt
  • ich nutze dualboot mit windoof 11 und einem weiteren linux
    Grüße

Ja genau, danke.

Ubuntu ödet mich eben an. Und die Foren bei Linuxmint haben mir immer gefallen und geholfen. Es ist auch eine coole community.

Jetzt ist Zeit für was neues. Debian und Arch als Distributionen riecht zu sehr nach Arbeit. Bei OpenSuse habe ich schon mehr vorgefertigtes und mir gefällt, wie genau man Dinge bei der Installation einstellen kann.

Ja genau, danke.

Ubuntu interessiert mich nicht die Bohne, die Foren bei Linuxmint hingegen haben mir immer gefallen und geholfen. Es ist eine coole community.

Jetzt ist Zeit für was neues. Debian und Arch als Distributionen riecht zu sehr nach Arbeit. Bei OpenSuse habe ich schon mehr vorgefertigtes und mir gefällt, wie genau man Dinge bei der Installation einstellen kann.

Sorry wegen der Doppel posts. Muss an meinem Android Browser irgendwie liegen.

Umfassendere Informationen findet man auch in

Dort kannst Du gezielt nach Informationen zu einem Thema, das Dir wichtig ist, suchen.

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Danke dir, wise penguin:-)

Das sind wertvolle links, allesamt!

Jedoch beantworten sie nicht unbedingt meine fragen.
Schau, soll ich mir einen Turbolader oder einen einfachen Motor kaufen? Ich kann mir wohl durchlesen, wie das eine oder das andere funktioniert. …im Idealfall. Aber nur weil ich weiß, wie beide funktionieren, sehe ich ja nicht, welche Probleme damit auf mich zukommen. Was ich brauche, sind Erfahrungswerte

Ebenso die Step-in Bindung beim Snowboard. Ist neu für mich. Ich lese, wie es gebaut ist. Gut, jetzt weiß ich es - kann ich deswegen sagen, ob ich damit genauso sicher fahre, wie mit der klassischen Bindung? Nein!

Darum also mein Thread hier.

SUSE Linux/openSUSE Erfahrung seit 2004: funktioniert.

Tumbleweed: keine Erfahrung.

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Ich nutze auf meinen persönlichen Rechnern seit mind. 4 Jahren ausschließlich openSUSE Tumbleweed und habe inzwischen auch alle von mir “betreuten” Rechner darauf umgestellt. Probleme hatte ich bislang keine.

Tumbleweed.

 > kinfo
Operating System: openSUSE Tumbleweed 20260504
KDE Plasma Version: 6.6.4
KDE Frameworks Version: 6.25.0
Qt Version: 6.11.0
Kernel Version: 7.0.2-1-default (64-bit)
Graphics Platform: Wayland
Processors: 12 × AMD Ryzen 5 8600G w/ Radeon 760M Graphics
Memory: 34 GB of RAM (32.8 GB usable)
Graphics Processor: AMD Radeon 760M Graphics
 >

Ich habe mit SuSE Linux 8.1 in Herbst 2002 angefangen – überwiegend mit KDE – habe GNOME probiert aber, irgendwie hat KDE immer besser gepasst.

Einzige sauerer Apfel – Leap 16.0 mit KDE Plasma 6 – deswegen, habe ich dieses Jahr zur Tumbleweed gewechselt – die KDE Schedule deswegen – <https://community.kde.org/Schedules>

Verschlüsselte Festplatten – momentan keine Erfahrung …

Der Kauf ist in der Tat der wichtigste Faktor auf dem Weg zum Linux-Glück:

Mind. 90% aller Computer-Hardware für Verbraucher wird ausschließlich auf MS Windows abgestimmt. Selbst wenn man ein Gerät (z.B. Laptop) ohne vorinstalliertes Betriebssystem erwirbt, findet man sehr oft, dass in der Bedienungsanleitung nur anhand von MS Windows erläutert wird, wie man bestimmte Funktionen nutzt.

Folgende Vorgehensweisen haben mir beim Hardware-Kauf bislang stets gute Dienste geleistet:

Hoch integrierte Geräte wie z.B. Laptops, bei denen man einzelnen Komponenten als Laie kaum austauschen kann, kaufe ich ausschließlich mit vorinstalliertem Linux-System (auch wenn ich dieses dann sofort nach Erhalt durch meine eigene openSUSE Tumbleweed Installation ersetze).

Komponenten, deren Hersteller keine oder nur proprietäre Treiber für Linux liefern, vermeide ich. So hat z.B. nur einer meiner Rechner eine NVIDIA-Karte und das auch nur deshalb, weil meine Wunschkonfiguration nicht anders zu haben war. Die NVIDIA-Karte ist in 99% aller Fälle abgeschaltet (bbswitch) und wird nur dann genutzt (nouveau) wenn ich einen zweiten Monitor anschließen muss (alle externen Monitor-Anschlüsse sind nur mit der NVIDIA-Karte verdrahtet).

Komponenten, deren Hersteller mit Linux kooperieren (z.B. Intel) setze ich bevorzugt ein.

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Ich habe mit jurix-linux angefangen, bin dann zu Debian. Wollte endlich ein neueres KDE und bin zu Ubuntu. Dort war jedes update ein vabanque-Spiel (mit viel Gefrickel bis es wieder lief) Die KDE-Unterstützung (kubuntu) war bescheiden. Dann hat heise geschrieben für KDE wäre opensuse die beste Distribution. Das habe ich vor mehr als einer Dekade ausprobiert und hatte seither wirklich kaum Probleme (außer mit KDEPIM, das kaputt designed wurde, aber dafür kann opensuse nix)
Wenn Du also KDE gut findest, bist Du am richtigen Ort angekommen. Bei tumbleweed ist es immer gut ein wenig mit dem update zu warten. Man kann auch slowroll nehmen, lief aber bei mir auf dem Laptop nicht so gut.

Nein, was du brauchst, sind eigene Erfahrungen mit einem von dir gewählten Betriebssystem. Das BS muss für dich passen.
Was bringt es dir, wenn dir jemand erzählt, er habe noch niemals unlösbare Probleme mit Leap/TW gehabt, und dir crasht dein System beim ersten Update/Upgrade?

Debian ist ein ziemlich “langweiliges” System. Einmal korrekt installiert, verrichtet es seine Arbeit, wie es sein soll, es läuft.

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Jaja, mach ich ja schon. Seit Jahren.
Ich fahre nun erstmal ohne nvidia Treiber, weil es einfach ärger gemacht hat - und um genau solche Erfahrungen & Tips bin ich froh.

Tja, all-in-all macht es Spaß mit OpenSuse derweil.

VG

Danke nochmal an alle die in meinem Thread etwas geteilt haben! <3

Mein Resumée derweil:
Ich notierte nach knapp einer Woche Einsteifen ins BetriebsSystem:

Nach der dritten Installation von tumbleweed bin ich dann soweit und habe ein stabiles OS, aus den gröbsten Fehlern gelernt:

  • lasse die Finger von nvidia proprietären Treibern.
  • ext4 ist das verlässlichere Dateisystem
  • system-load / systemd-Projekt erkennt nicht alle Linux Betriebssysteme im Multi Boot.
  • grub2 schon:
    https://news.opensuse.org/2025/11/13/tw-grub2-bls/
  • dank an eure Erfahrungen:

btrfs ist sehr wahrscheinlich genauso zuverlässig wie ext4 (aber es ist “anders” und bedarf daher einer gewissen Einarbeitung)

Der von Dir gezeigte Link gibt leider nicht den aktuellen Status wieder.

Inzwischen wurde systemd-boot zum Standard-Bootloader in openSUSE Tumbleweed erhoben.

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