/-Partition langsam übervoll

Moin, Leute

seid dem vorletzten Update ist meine root-Partition “gut gefüllt”: nur noch 3,7 GB von 9,5 GB frei. Obwohl das Häckchen “Bereinigen beim Löschen” gesetzt ist. Viele Versionsnummern sind in rot dargestellt, dann auch wohl überflüssig, oder?
Wie kann ich den Müll wieder loswerden?
Das Problem hatte ich noch nicht. Sonst waren so um die 5,2 GB frei.

Grüße
hurrgeschnigge

Hallo,

es gibt die Software rpmorphan, womit man sich bei openSUSE alle überflüssigen Software-Paketen anzeigen lassen kann.

Danach werden die Pakete gelöscht:

zypper rm (package)


Sei bei der Auswahl der Pakete aber vorsichtig. Es kann immer sein, dass spezielle Module oder Librarys noch gebraucht werden.

Moin, AdaLovelace :wink:

ich habe rpmorphan in der Shell ausgeführt und mit Zypper versucht zu löschen. Aber meist kam “nothing to do”. Aber rpmorphan zeigt noch alles an.
Wie zuverlässig ist das Programm? Bisher konnte ich nur 300 MB “freischaufeln”.

Hallo HURRGESCHNIGGE,

eigentlich konnte ich bisher im Internet nur Positives über das Tool finden.
Beispiel: openSUSE-lernen.de

Hast Du das auch schon über die GUI ausprobiert?

Wie sieht Deine sonstige Partitionierung aus?
Postest Du bitte die Ausgabe von:

df -h

Es gibt diverse GUI-Programme für eine detailierte Anzeige der Festplattenbelegung. Damit erhält man einen guten Überblick wo wieviel Speicherplatz belegt ist.

Hier eine Übersicht von einigen Programmen:
Festplattenbelegung › Wiki › ubuntuusers.de

Moin, Leute

Passwort: 
linux-m4vp:~ # rpmorphan cnf
libatm1
libcanberra-gtk2-module
libcanberra-gtk3-module
liberation-fonts
libgpod-tools
libjpeg-turbo
liblazy1
libntrack-qt4-1
libproxy1-config-gnome3
libproxy1-config-kde4
libproxy1-networkmanager
libproxy1-pacrunner-webkit
libreoffice-base-drivers-mysql
libreoffice-base-extensions
libreoffice-calc-extensions
libreoffice-converter
libreoffice-draw-extensions
libreoffice-filters-optional
libreoffice-help-de
libreoffice-hyphen
libreoffice-icon-theme-crystal
libreoffice-icon-theme-galaxy
libreoffice-icon-theme-hicontrast
libreoffice-icon-theme-oxygen
libreoffice-impress-extensions
libreoffice-kde4
libreoffice-l10n-de
libreoffice-mailmerge
libreoffice-templates-de
libreoffice-templates-labels-a4
libreoffice-templates-labels-letter
libreoffice-templates-presentation-layouts
libreoffice-thesaurus-de
libreoffice-writer-extensions
linux-m4vp:~ # df -h
Filesystem      Size  Used Avail Use% Mounted on
devtmpfs        1.9G  4.0K  1.9G   1% /dev
tmpfs           1.9G   88K  1.9G   1% /dev/shm
tmpfs           1.9G  3.2M  1.9G   1% /run
**/dev/sda3       9.5G  5.4G  3.7G  60% /**
tmpfs           1.9G     0  1.9G   0% /sys/fs/cgroup
tmpfs           1.9G  3.2M  1.9G   1% /var/lock
tmpfs           1.9G  3.2M  1.9G   1% /var/run
/dev/sda4       447G  500M  424G   1% /home
/dev/sda1       243M  105M  126M  46% /boot
linux-m4vp:~ # 

bei der root-Partition war es sonst fast umgekehrt.
sda2 ist die swap-Partition 2GB groß.

Grüße

Ich würde an Deiner Stelle umpartitionieren:
/home verkleinern und / vergrößern

Oder brauchst Du so viel Platz auf der /home-Partition?

Soviel Platz brauche ich nicht. Eigentlich wollte ich noch ´ne Windows-Partition dranhängen, aber es “kann keine weitere Partition erstellt werden” ließ es bei der Neuinstallation nicht zu. Auch nicht beim LVM-Aufbau. Unter Windows funktionierte wenigstens das WLan.
Ich habe nur Bedenken, daß meine /-Partition langsam zugemüllt wird. :’(
Und Umpartitionieren ist nicht ohne Risiko und nicht so einfach, oder?

Grüße

Mach Dir nicht so viele Sorgen! Wir schaffen das zusammen. :slight_smile:
Natürlich muss man vor dem Umpartitionieren die Daten mit einem Backup sichern. Dafür verwendest Du am besten Software wie Acronis oder Clonezilla. Dann sind die Daten auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick gesichert und können später - falls etwas nicht funktioniert - wieder hergestellt werden. :slight_smile:

Für das Umpartitionieren gibt es auch spezielle Software auf Live-CDs. Hier kann ich GParted empfehlen. Dort kannst Du ganz einfach über die grafische Oberfläche mit der Maus die Partitionen vergrößern, verkleinern und verschieben. So lange Du die jeweilige Partition nicht zu klein machst, kann nichts Schlimmes passieren. :wink:

Bei Problemen helfe ich Dir. :slight_smile:

Hallo, AdaLovelace

9,5 GB müßten eigentlich reichen. Die Programme die rpmorphan auflistet sind alle Müll?
Ich will ja nur aufräumen. Wenn ich über Yast -> Softwareveraltung -> Suchen Programme aufrufe sind viele Versionsnummern rot.
Sind die alle doppelt oder über?

Nein.
rpmorphan listet alle Pakete auf, die von keinen anderen Paketen benötigt werden und deshalb deinstalliert werden KÖNNTEN.

Ich will ja nur aufräumen. Wenn ich über Yast -> Softwareveraltung -> Suchen Programme aufrufe sind viele Versionsnummern rot.
Sind die alle doppelt oder über?

rot bedeutet, dass das Paket entweder in keinem repo vorhanden ist, oder du hast eine höhere Version installiert als in deinen repos existiert.
Was du am besten machst, hängt davon ab. Wenn eine Version in Klammern dabeisteht, solltest du vermutlich ein downgrade auf die Version in den repos machen (rechts-klick und “Unbedingt aktualisieren” auswählen).
Pakete, die in keinem repo vorhanden sind, kannst du prinzipiell deinstallieren, außer natürlich du willst das entsprechende Programm noch benutzen…:wink:

Hallo,

rpmorphan listet alles auf, was Du eine Zeit lang nicht verwendet hast. In Deinem Fall sind das alles Libreoffice-Programme. Ich weiß nicht, ob Du diese verwendest oder jemals brauchst.

Ist etwas rot markiert in der Softwareliste, bedeutet das in der Regel, dass Du eine Softwareversion installiert hast aus einem Repo das nicht mehr vorhanden ist. Das heißt, dass Du irgendwann noch mehr Repositorys (Update-Listen) mit eingebunden hattest. Das ist nicht weiter schlimm. Hast Du sonst irgendwann Anwendungen installiert, die viel Platz brauchen?

Bei mir ist die /-Partition übrigens fast doppelt so groß. Mit der Zeit werden die Betriebssysteme und Anwendungen auch immer größer, weil sie aktualisiert und mit neuen Features ausgestattet werden. Kannst Du Dich noch an Deinen ersten PC erinnern und wie klein damals die Festplatten waren? Vergleich das mal mit dem heutigen Festplattenverbrauch eines (puren) Betriebssystems. :wink:
Ich weiß leider auch nicht, wie lang Du schon openSUSE auf Deinem Rechner hast. Irgendwann braucht man einfach mehr Platz und muss alles umpartitionieren bzw. umstrukturieren.

Irgendwann kommt immer das erste Mal, dass man etwas Neues macht. Ich habe diese Situationen auch schon öfters gehabt. Ich habe bei Acronis extra einen Link genommen, wo ein Video dabei ist. Über Youtube sollte es so etwas zu den anderen Programmen auch geben.

Mit dem Backup (mit Acronis) werden Deine Daten auch “wirklich” abgesichert und können wieder hergestellt werden. Du kannst mir das glauben. Ich bin Linux-Systemadministratorin.

Gruß
Sarah

Bist du sicher?
Woher soll rpmorphan denn wissen, wann ein Programm das letzte Mal verwendet wurde…

Wie bereits gesagt, es listet es einfach alle Pakete auf, die von keinen anderen Paketen benötigt werden.
Sh. auch die rpmorphan Homepage:

rpmorphan finds “orphaned” packages on your system. It determines which packages have no other packages depending on their installation, and shows you a list of these packages.

Edit:
OK, es ist auch ein script namens “rpmusage” dabei, das anzeigt wann Pakete das letzte Mal verwendet wurden. Wie zuverlässig das ist, weiß ich aber nicht.
Und anhand der man page glaube ich nicht, dass rpmorphan das standardmäßig macht…

Dass so etwas möglich ist, habe ich aus einem Blog:

Auch die Auflistung in einem Zeitfenster, in dem auf eine Datei eines Packages nicht zugegriffen wurde, ist auch hier **-access-time** möglich. **Jedoch  muss man vorweg warnen, dass es je nach Anzahl der installierten  Packages eine Menge Daten auswerten muss und dadurch eine Weile dauern  kann.** In diesem Beispiel ist der letzte Zugriff vor 30 Tagen:
 |1|rpmorphan -guess-all -access-time 30
|---|
|



Der Befehl ist möglich, muss aber nicht verwendet werden. Das ist nur ein zusätzliches Feature.

Ja, richtig. Ich hab ja mittlerweile einen Blick in the man page geworfen…

Man kann mit “-access-time +x” die Liste auf Pakete einschränken, die in den letzten x Tagen NICHT verwendet wurden (das ‘+’ kann man auch weglassen). Und mit “-access-time -x” (also negativ) werden nur Pakete angezeigt, die in den letzten x Tagen verwendet wurden. :wink:

Und “verwendet” bedeutet in diesem Fall, dass irgendeine Datei, die im Paket enthalten ist, von irgendeinem Programm geöffnet wurde…

Ich installiere seit 12.1 OpenSuse nicht neu sondern mache jeweils einen Systemupdate. Ich bemerke auch dass die boot- und die root- partitionen langsam aber sicher vollaufen. Mit rpmorphan Ungenutztes aufzuspüren ist sicher ein guter Ansatz, meine Frage ist aber allgemeiner: Durch die Updates bleiben sicher alte und in der neuen Version nicht mehr benötigte Dateien im System liegen. Gibt es ein Werkzeug zum “Aufräumen”, das allgemein veraltete Dateien (= in der aktuellen Betriebssystemversion nicht benötigt) auflistet und bei Bedarf löscht. Zur Not würde auch eine detaillierte Aufstellung aller Dateien, die zum Betriebssystem gehören, reichen. Thema Log- und TMP-Files: Die kann man doch sicher löschen. Gibt es ein Werkzeug das alle Log- (und tmp-) Files auflistet und bei Bedarf löscht?

Grüße, Erich

Log-Files gehören zu Linux und sind unter /var/log zu finden. Damit diese nicht immer weiter wachsen - und wie Du schon sagtest - nicht die ganze Festplatte belegen, gibt es den Dienst logrotate. Damit können Logs automatisch komprimiert und gelöscht werden. Aus Sicherheit vor Überfüllung der /-Partition wird auch empfohlen für /var oder /var/log eine eigene Partition mit einzuplanen.

Was Du noch machen kannst:

  • alte Repositories entfernen:
old_ver=12.1
zypper rr openSUSE-$old_ver-Oss
zypper rr openSUSE-$old_ver-Update
  • nur aus den für Dich wichtigen Repositories Updates durchführen