Windows, Linux und gemeinsame Partition

Hallo,
ich habe auf einer Festplatte Windows XP mit der NTFS-Partion C und den FAT32-Partitionen E und F. E sollte als gemeinsame Partition für Windows und das ebenfalls vorhandene openSUSE 11.2 dienen.

In Windows erstellte Dateien auf E kann ich in Linux lesen. Wenn ich aber in Linux eine Datei auf E schreibe und dann zu Windows wechsle, ist sie verschwunden. Gehe ich wieder zurück zu Linux, ist sie dort ebenfalls verschwunden. Normalerweise fahre ich Windows in den Ruhezustand herunter. Wenn ich Windows ganz beende, so tritt der Fehler vermutlich nicht auf (Erkenntnis aus 1 Versuch).

Ich schreibe auch deshalb “vermutlich”, weil die Lage noch etwas komplizierter ist. Nach dem Schreiben auf E von Linux aus ist das Filesystem auf E von Windows aus meist (aber nicht immer) defekt. Wenn ich chkdsk e: /F ausführe, also prüfen und reparieren lasse, finden sich die verschwundenen Dateien (nicht immer und auch nicht immer korrekt) in den “found”-Verzeichnissen.

Ich habe dann E leer geräumt und neu formatiert, aber die Fehler sind noch da, wenn auch nicht genauso, wie im vorigen Absatz beschrieben. Die erste in Linux geschriebene kleine Datei ist beispielsweise nicht verschwunden, wohl aber andere. Ich denke, dass weitere Einzelbeispiele hier im Augenblick nicht notwendig sind.

Da eine gemeinsame Partition für Windows und Linux nichts Ungewöhnliches sein soll und auch praktisch ist, wäre mir an einer Fehlerbehebung sehr gelegen. Das vollständige Herunterfahren und spätere Neustarten von Windows ist (auf meinem Klapprechner) derart zeitaufwendig, dass es als Alternative eigentlich ausscheidet.

Gruß, Peter

Ich weiß ja, dass fast jede 10. Frage nicht beantwortet wird, aber wenn das meiner auch so geht …

Ich wäre ja schon froh, wenn mir einer antwortet, dass er dasselbe Problem auch hat(te), oder, dass genau das Problem bei ihm nicht auftritt.

pp91 wrote:

>
> Ich weiß ja, dass fast jede 10. Frage nicht beantwortet wird, aber wenn
> das meiner auch so geht …
>
Das Problem ist möglicherweise, dass du die Frage in deutsch auf einem
englischen Forum gestellt hast, das deutsche Forum ist unter

http://www.linux-club.de/

zu erreichen. Du kannst die Frage vielleicht auf englisch formulieren und in
einem neuen Thread mit englischen Titel hier posten.
Leider kann ich die Frage selbst nicht zuverlässig beantworten, da ich seit
Jahren kein Dualboot mehr verwende.

Translation for non german speakers:

The problem is maybe that you posted your question in german in an english
forum, the german forum is under http://www.linux-club.de/.
Maybe you can post your question again in english in a new thread with an
english title.
I am sorry that I cannot answer your question in a reliable way because I do
not use dual boot for several years now.

Hallo und danke für die Antwort.

Ich komme von einer deutschen openSUSE-Seite, gehe dort auf “Forums” (englisch), dann “Forums FAQ” (englisch), dann “Language Issues” (mehrsprachig). Dort steht, ich könne meine Frage “ruhig auf Deutsch” stellen. Hab ich schon mal gemacht und zahlreiche deutsche Antworten bekommen.

Auf jeden Fall habe ich ein Forum wie linux-club.de schon lange gesucht, DANKE.

pp91 wrote:

>
> Hallo und danke für die Antwort.
>
> Ich komme von einer deutschen openSUSE-Seite, gehe dort auf “Forums”
> (englisch), dann “Forums FAQ” (englisch), dann “Language Issues”
> (mehrsprachig). Dort steht, ich könne meine Frage “ruhig auf Deutsch”
> stellen. Hab ich schon mal gemacht und zahlreiche deutsche Antworten
> bekommen.
>
> Auf jeden Fall habe ich ein Forum wie linux-club.de schon lange
> gesucht, DANKE.
>
>
Klar wenn dann zufällig ein deutschsprachiger Leser da ist der die Antwort
kennt wird er dir sicher auch antworten, das ist halt nicht immer
gewährleistet weil das dann Zufall ist. ich kann es für deine konkrete Frage
halt leider nicht. Viel Glück mit linux-club, ich denke das ist ein sehr
gutes Forum, wenn ich so auf die Einträge schaue.

Good luck at the german linux-club forum, hope you will get the answer you
are searching for.
:slight_smile:

Ja, inzwischen habe ich im Forum linux-club.de eine Antwort auf mein Problem gefunden. Es ist tatsächlich so, dass bei Windows im Ruhezustand nichts von Linux aus auf die FAT32-Partition geschrieben werden darf, weil diese Dateien von Windows beim nächsten Start gelöscht oder zerstört werden.

Was mich etwas ärgert, ist die Tatsache, dass man bei den unzähligen Informationen und Web-Seiten über das gleichzeitige Vorhandensein von Windows und Linux auf einer Festplatte immer nur erfährt, dass das problemlos möglich sei, aber nirgendwo auch nur der kleinste Hinweis zu hören oder zu lesen ist, dass die Benutzung einer gemeinsamen FAT32-Partition nur dann richtig funktioniert, wenn man Windows immer komplett herunterfährt.

Diese Kommentare beziehen sich aber auf NTFS bzw. ntfs-3g, nicht auf FAT (welches ja noch zahlreiche andere Beschränkungen hat, die Linux auch nicht abfedern kann). Davon abgesehen bezieht sich die Kompatibilität naturgemäß nicht auf gleichzeitig laufende Systeme, und ein Windows im Ruhezustand ist ein laufendes System. Auf die Idee, ein Dateisystem eines schlafenden Systems mit einer Datei zu füttern, würde ich gar nicht erst kommen…

Dass ein System im Ruhezustand ein laufendes System ist, kann man mit etwas Wohlwollen tatsächlich so sehen (und für die Erklärung der diskutierten Probleme sollte man es auch). Dass man dem Dateisystem eines schlafenden Betriebssystems z. B. keine Dateien hinzufügen darf, ist im Windows-Fall so, müsste aber nicht zwangsläufig so sein, wenn man auch den Windows-Erfindern keinen Vorwurf machen kann.

Ich würde die Problembehebung eher auf der Linux-Seite sehen: Wenn ich Windows ganz heruntergefahren habe, sehe ich danach im Linux alle Windows-Partitionen mit allen Dateien, die ich vermutlich (jetzt bin ich vorsichtig!) lesen und schreiben darf. Wenn ich dagegen Windows in den Ruhezustand versetzt habe, wird meine NTFS-Partition in Linux als vollkommen leer ausgewiesen, was mir sofort sagt “kannst du nicht verwenden”. Die FAT32-Partitionen werden aber nach wie vor mit allen Dateien angezeigt, was nahelegt, dass ich sie lesen kann (funktioniert) und dass ich sie schreiben kann (funktioniert auch, bis Windows wieder hochgefahren wird).

Wenn Linux den Unterschied im Herunterfahren von Windows feststellen kann (siehe NTFS-Partition), warum nicht auch für FAT32? Die erwünschte Reaktion wäre, die FAT32-Partitionen fürs Lesen freizugeben und fürs Beschreiben zu sperren.

Ist mir unklar, warum du solche probleme mit Fat32 hast. Jedenfalls solltest Du deine FAT32 partition mit anpassenden Zugriffsrechten mounten. So, wenn Du zum beispiel userid 1001 hast und angenommen deine Windows Partition waere sda6 , mit folgenden Eintrag in /etc/fstab :

/dev/sda6  /E  vfat  uid=1001,gid=1001,umask=000,auto      0 0

Der Mountpoint (/E) kannst Du Dir ausdenken wie du willst, so wie die auto oder noauto Option.

I’m not sure why you have such problems with Fat32. Anyway you should at least mount your Fat32 partition with appropriates accessrights. So if you have for example userid 1001 and assuming your Windows Partition would be sda6, with the following entry in /etc/fstab:

/dev/sda6  /E  vfat  uid=1001,gid=1001,umask=000,auto      0 0 

The Mountpoint (/E) is up to you, as well as the auto/noauto option.