Upgrade 12.1 -> 12.2 mit zypper klappt nicht!

Moin, ich bin ziemlich unbedarft, was Linux angeht.
Zusätzlich zu Win7 habe ich mir openSUSE 12.1 von DVD installiert. Ging auch gut, openSUSE hat entprechende Partitionen angelegt, und beim Starten gabs einen Auswahlbildschirm, welches OS gestartet werden sollte.
Dann habe ich versucht, auf 12.2 zu upgraden, über zypper, wie es hier angegeben ist: http://de.opensuse.org/Upgrade
Der Auswahlbildschirm kommt jetzt immer noch, allerdings läuft openSUSE nicht mehr, sondern zeigt eine Fehlermeldung: das System könne sich nicht selbst reparieren, man solle den Administrator kontaktieren.
Jetzt habe ich zwei Fragen:

  • Wenn ich alle von openSUSE erzeugten Partitionen lösche, läuft mein Win7 dann wie vor der ersten Linuxinstallation?
  • Wie könnte ich openSUSE doch noch reparieren?

Danke!

Hallo, herzlich willkommen.

Ich denke, das Schnellste wäre eine neue Installation zu machen.
Wenn du alle openSUSE Partitionen löscht, wird auch Win7 nicht mehr starten.

Hallo Zusammen,

habe auch gerade ein Upgrade mit Zypper nach der gleichen Anleitung probiert. Habe alle bereits für 12.1 vorhandenen Repos deaktiviert und als neue 12.2er ins System integriert, wie in der Anleitung beschrieben. Nach Start des Upgrades lief vorerst alles gut. Dann habe ich den Prozess nicht mehr verfolgt und als ich wieder zurück am Rechner war (ca. 30min. später) las ich, daß ich auf ein bestimmtes Repo keinen zugriff habe. Dies zog sich dann durch alle weiteren Repos. Nach abbruch des Ganzen habe ich über Yast wieder die alten Repos aktiviert -> auch kein Zugriff mehr.
Was kann ich tun?
Was passiert nach einem abgebrochenen Upgrade, wenn ich das System neu starte?
Ist es möglich alles rückgängig zu machen?

HILFE!!!

Danke schon einmal im Voraus
Schnulli

Hallo zusammen,

ich hatte auch mal ein Problem mit einem Live-Upgrade (von 11.3 auf 11.4 glaub ich). Ich habe mir daraufhin das Upgrade-Image geladen und von USB installiert. Danach lief der Rechner wieder top.
Sollte das nicht funktionieren, könnt ihr immer noch eine Neuinstallation versuchen. Achtet aber, dass /home als eigenständige Partition vorliegt. Im Zweifel hilft natürlich ein Backup =).

@Schnulli1701: Nach dem abgebrochenen Update kannst du Glück haben und opensuse startet wie gewohnt. Ich schätze aber, das wird nicht der Fall sein. Du kannst natürlich ein Downgrade versuchen. Aber ich glaube das ist vergebliche Mühe.
Ich an deiner Stelle würde so vorgehen: Update von USB/DVD. Wenn es dann immer noch Fehler gibt musst du leider in den sauren Apfel beißen und neu installieren. Aber ich bin zuversichtlich, dass deine Chancen beim Upgrade von USB/DVD ganz gut stehen.

Ob es dabei zu Problemen mit Windows kommen kann, kann ich euch nicht exakt sagen. Vielleicht wissen andere da mehr.

Ich hoffe das hilft
Simon

Hallo Simon,

danke für die Hilfestellung. Kannst Du mir bitte noch verraten, wie ich ein Upgrade vom USB-Stick mache?
Welches Image muß ich dafür her nehmen? Gibt es irgendwelche vorbereitenden Maßnahmen? etc.
Sorry, wenn ich so blöde frage. Bin kein Spezialist :wink:

Gruß
Schnulli

Hallo Zusammen,

so, habe mich nun getraut einen Neustart durchzuführen. Vorher hatte ich in Yast die alten Repositories wieder aktiv geschaltet.
Buhh, altes System läuft noch, ist also nix passiert, da ich beim upgraden dann wohl immer “abbrechen” eingegeben hatte.
Aber wie nun auf sichere Weise ein upgrade auf 12.2 machen?

Vielen Dank schon mal für Antworten.

mfg
Schnulli

Hi,

die USB Stick Methode ist hier dokumentiert: SDB:Live USB Stick – openSUSE

Vor der Neuinstallation solltest Du über das Live System vom Stick Dein altes home-Verzeichnis sichern, um Datenverlust zu vermeiden.
Generell empfiehlt sich ein automatisches regelmäßiges backup.

Hallo Knurpht, das hat jetzt geklappt, vielen Dank! Allerdings geht jetzt der Tiefschlafmodus nicht mehr, aber das ist wohl was für einen neuen Thread. Danke nochmal!

Also, bei mir hat geklappt, in YAST alle Repos von 12.1 auf 12.2 umzustellen, zusätzlich das Upgrade-Repo wie von suse beschrieben per zypper zu adden.

Alle Fremd-Treiber (Grafikkarte!) sollte man in neuester Version auch schon haben - hier vielleicht nicht so wichtig, weil 12.1-Tumbleweed einen 3.5er Kernel hat, während 12.2 “nur” 3.4 installiert.

Nach Aktualisieren der Repos (bis hier hat man nur ein paar Zahlen von “1” auf “2” geändert!) kommt meist ne Frage, ob man den Quellen vertraut und den neuen Schlüssel importieren möchte: Ja, man vertraut und lässt importieren.

Wenn das alles durch ist, das System neu starten, in den Kommandozeilen-Mode! Grafisch mag gehen, hat bei mir aber nicht geklappt und ist auch nicht empfohlen. Also als root anmelden und “zypper clean” und “zypper refresh” laufen lassen - wer mag, vorher ein “rpm --rebuilddb”, das hilft manchmal, wenn der Updater manche Pakete nicht als “veraltet” erkennt.

Dann ein “zypper dup”. Ein paar Sachen kann er nicht auflösen, und um nicht nachher ein paar Leichen zu haben, den Punkt auswählen, der ein “keep” beinhaltet - die vielleicht verbrauchten Megabytes steckt eine heutzutage verbaute Platte locker weg, und das System wird nicht langsamer.

Nicht wundern, es werden so 2.500 Pakete “umgebastelt”, und das dauert! Ein schneller Rechner installiert und updatat schneller, ein schneller Internet-Zugang lädt die Pakete schneller, ideal wäre ein hyperschneller Rechner mit rasanter Internetanbindung… :slight_smile: Aber realistisch wird unter ner halben Stunde nicht viel gehen.

Nach dem Upgrade findet sich im Bootmanager neben den bekannten Einträgen (suse, suse-Failsafe) auch einer mit Grub2, der zumindest bei mir nicht geht, und das an sich versteckte Windows (manchmal muß man für Freunde was nachsehen…). Der Eintrag “opensuse 12.2 …” tut jedenfalls. Nebenbei: Alles tut, bis auf das grub2-Ding.

Bleibt noch Feintuning: Idealerweise im Textmodus den nVidia-Treiber installieren, nach Neustart die gewünschten Desktop-Effekte wieder aktivieren und weitere Kleinigkeiten.

Bei mir (AMD Phenom II 955, 16 GB RAM, GeForce 440 [ich bin kein Spieler], 1 TB Platte mit 7200 1/min + 1,5 TB mit 5200 1/min) hat die ganze Aktion 20 Minuten gedauert, von der Download-Zeit abgesehen. Das System läuft wie zuvor, alle Effekte gehen, nur ists eben 12.2.

Unterschiede zu vorher: Der Splash-Screen wird angezeigt, unabhängig von meiner Vorgabe. Der Anmelde-Bildschirm ist hübsch, schön blau, was mir als Mann entgegenkommt. Meine Freundin mag eher Rosa, da gibts noch Diskussionsstoff. Das Grün früher konnte man(n) als neutral bezeichnen, aber jetzt hat mein PC allein wegen der Farbe reichlich verloren an WAF (Women Acceptance Factor)… PFFT, Windows ist auch reichlich blau, und ohne es selbst zu sein, bediene ichs nicht! :-)))

Zurück zu den Fakten: Es geht nichts spürbar schneller oder langsamer. Mein per Tumbleweed aktualisiertes 12.1-System war teilweise “moderner”, allerdings weiß ich nicht, ob das auch für die Zukunft gilt. Mein nächstes Upgrade wird auf gleichem Weg geschehen, allerdings nicht mehr so nah am Erscheinungsdatum des neuen Release. Und vielleicht gehts dann auch ohne manuelles “Update” der Repos. Ich werds erleben, ich bin einfach zu alt, um dem störrischen Windows-Gaul noch nen Sattel aufzusetzen. Ich weiß, wie’s geht, mehr brauch ich nicht, zumal ichs eh nicht nutze - außer zu den Patchdays.

Gruß

Wahrscheinlich nicht. Was aber gehen sollte, ist eine Neu-Installation - wenn das Partitions-Schema behalten wird, möglicherweise sogar ohne Datenverlust. Allgemein: für /home immer eine sparate Partition wählen, besser sogar auf einer anderen Platte. Und /boot eine eigene kleine Partition zu überlassen ist so wirklich verkehrt auch nicht. Wer mag, kann auch weiteren “Ordnern” separate Partitionen zuweisen, fragt sich nur, ob das Sinn macht. Separate /home und /boot reicht eigentlich, root speichert keine Daten - naja, nur sehr begrenzt, weil root ja kein “Benutzer” des Systems ist -, und /home ist auf ner separaten Platte vor Chrashes des Systems recht sicher - wenn das /-System beschädigt wird, ist der darin befindliche Ordner /home mit weg. Linux lässt aber in der Regel sogar Partitionen in Ruhe, auch wenn es das /-Dateisystem zerstört. Eine /home-Partition - als solche bei der Installation angegeben - wird wiedererkannt und lässt sich benutzen. Ohne Datenverlust. Wie gesagt, /home ist auf einer anderen, separaten Platte noch sicherer, Unixe können das passend mappen.

Wenn Deine Platte noch nicht total tot ist, kannst Du versuchen, ein Betriebssystem zu starten (USB, CD), das alle relevanten Daten auf einen externen Datenträger schaufeln kann. Da gibts genug Auswahl, das sollte also nicht so schwierig sein.

Ein kaputtes System neu zu starten birgt eigentlich kein Risiko. Es wird nur nicht funktionieren, und idealerweise anbieten, ein Rettungs-Medium zu starten. Aber ein so “kaputtes” Linux wieder hinzukriegen… Kann gehen, aber eine Neu-Installation geht schneller. Windows, das immer in einen Bluescreen bootet, wird man ja auch neu draufspielen, und das dann alle persönlichen Daten weg sind… Dann ist das eben so.

Ich würde ein Life-Linux starten, und die persönliche Home einbinden, die Daten wegkopieren, und auch die unter Windows gesammelten Sachen mit aufschnupfen, um dann per Rundumschlag den ganzen Rechner neu aufzusetzen.

Das geht wahrscheinlich schneller, als alles wieder zum Laufen zu bekommen - zumal Du ja nicht mal weist, was Dein Problem verursacht.

Gruß