suse linux 13.1 - nach Update keine Systemanmeldung möglich: "want me to fall back to ..."

Hallo,

auf einem älteren Rechner bei einer Verwandten außerhalb wird seit einem Update vorgestern Linux nicht mehr hochgefahren.
Das System bleibt auf dem grün-schwarzen Bildschirm hängen, ohne dass man sich anmelden kann.
Mit Taste F3 wird die Meldung wie im Betreff angezeigt.

Ich habe schon ein wenig rumgegoogelt, es scheint das Problem mit Platten-ID / Platten-Name zu sein.

“Digger” hat es hier - http://diggerpage.blogspot.de/2011/11/cannot-boot-opensuse-12-after-cloning.html - beschrieben, wenn ich das richtig verstanden habe, nur komme ich mit der Lösung nicht klar, weil ich kein Linux-Experte bin. Er schreibt:

The typical messages are:

Trying manual resume from
resume device dev/disk/by-id/ata-…-part1 not found (ignoring)
Waiting for device dev/disk/by-id/ata-…-part2 to appear
Could not find dev/disk/by-id/ata-…-part2
Want me to fall back to dev/disk/by-id/ata-…-part2 ? (Y/N)

Was kann/sollte/muss man tun, um das Problem zu beseitigen, am besten für Dummies.

Vielen Dank, bin für jede Hilfe dankbar.

Duplex

Tja, grad wenn das bei älteren Rechnern plötzlich passiert liegts eher nicht an der Platten-Id, oder an Grub…
Da ist dann leider vermutlich die Festplatte kaputt.

Die Frage ist jetzt halt was du mit diesem “grün-schwarzen Bildschirm” meinst, wo es hängt.

Was kann/sollte/muss man tun, um das Problem zu beseitigen, am besten für Dummies.

Je nachdem, was kaputt ist. :wink:

Die Platte ist nicht kaputt. Bei dem Update ist irgendetwas geändert worden, so dass die relevanten Partionen nicht mehr gefunden werden (von Id auf Name oder von Name auf ID umgestellt).
In dem Artikel, den ich genannt habe, ist es erkärt.
Ich komme nur nicht mit der Lösung weiter von diesem “Digger”.

Der schwarz-grüne Bildschirm, wo das System nun hängen bleibt, ist der Bildschirm, wo normalerweise danach Username und Passwort eingegeben werden und der Desktop angezeigt wird.

Bei einem Update sollte die fstab aber nicht geändert werden.

Wenn du das System 1:1 auf eine andere Festplatte kopierst, passt allerdings die ID nicht mehr und die Festplatte wird nicht gefunden.

Abhilfe: öffne /etc/fstab in einem Texteditor, und ändere die Einträge entsprechend. Am einfachsten ists wohl, wenn du /dev/disk/by-id/… in /dev/sda1 usw. änderst.
Für genauere Hinweise müsstest du die fstab posten, und die Ausgabe von “fdisk -l”.

Der schwarz-grüne Bildschirm, wo das System nun hängen bleibt, ist der Bildschirm, wo normalerweise danach Username und Passwort eingegeben werden und der Desktop angezeigt wird.

Also der Bootsplash.
Drücke die Taste ESC dann solltest du die Bootmeldungen sehen.

Mit Strg+Alt+F1 solltest du in eine Textkonsole kommen, wo du dich einloggen können solltest.
Logge dich dort als “root” ein, und editiere /etc/fstab entsprechend.
Z.B. mit:

vim /etc/fstab

oder

pico /etc/fstab

(ich bin mir jetzt nicht sicher welche Texteditoren standardmäßig installiert sind, “vim” aber auf jeden Fall)

Oder boote von einer LiveCD und ändere die Datei von dort aus.

Es war ein ganz normales Update, wie sie alle paar Tage mal kommen.

Auf dem Rechner, auf dem ich gerade schreibe, sieht die fstab wie folgt aus:

/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part1 swap                 swap       defaults              0 0
/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part2 /                    ext4       acl,user_xattr        1 1
/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part3 /home                ext4       acl,user_xattr        1 2
/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part4 /home/backup         ext4       acl,user_xattr        1 2

D. h. wenn die fstab auf dem anderen Rechner in der Art “sda1-partx” arbeitet, müsste ich dort auch die Festplattennamen und Mountpunkte wie hier eintragen?
Ich werde versuchen, nachher einiges am Telefo zu klären, so dass ich heute im Laufe des Tages schon mehr Infos habe.
Vielen Dank mal erst bis hierhin.

Eine Frage noch: Wie komme ich an die Namen, z. B. " /dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part1 "?

Tja, wie gesagt, solch ein Update sollte nichts an der fstab ändern.
Und die IDs der Platten sollten sich auch nicht ändern, solange du nicht eine Platte austauschst.

Auf dem Rechner, auf dem ich gerade schreibe, sieht die fstab wie folgt aus:

/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part1 swap                 swap       defaults              0 0
/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part2 /                    ext4       acl,user_xattr        1 1
/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part3 /home                ext4       acl,user_xattr        1 2
/dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part4 /home/backup         ext4       acl,user_xattr        1 2

D. h. wenn die fstab auf dem anderen Rechner in der Art “sda1-partx” arbeitet, müsste ich dort auch die Festplattennamen und Mountpunkte wie hier eintragen?

“sda1-partx” ist in jedem Fall falsch. :wink:
Wenn du Devicenamen verwenden willst, ist es z.B. /dev/sda1 für die erste Partition auf der ersten Platte, in deinem Fall wäre das der Swap.
Die anderen Partitionen wären dann in diesem Fall /dev/sda2 (statt /dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part2), /dev/sda3 (statt /dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part3) und /dev/sda4 (statt /dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-part4).

Welche Festplattennamen und Mountpunkte du am anderen Rechner eintragen musst, hängt davon ab welche Partitionen existieren.
Die gleichen wie bei dir wird definitiv nicht funktionieren, da eine andere Festplatte auch eine andere ID hat, /dev/disk/by-id/ata-HTS541080G9SA00_MPBDL0XNG8625M-partX wird also (höchstwahrscheinlich) auf einem anderen Rechner nicht funktionieren.

/home/backup wird normalerweise nicht automatisch angelegt, also existiert das evtl. gar nicht auf dem anderen Rechner.

/dev/sdaX sollte immer gleich sein, der Nachteil ist aber dass sich das z.B. ändern kann wenn du eine zusätzliche Platte anschliesst (evtl. auch wenns eine externe ist). Deswegen wird normalerweise diese ID verwendet.
Dann gibts auch noch die sogenannte UUID (/dev/disk/by-uuid/…) und das LABEL (“Volumennamen”, den kannst du sogar beliebig ändern, /dev/disk/by-label/…)

“ls -l /dev/disk/by-id”, oder benutze einen Dateimanager dafür.

Mit Ctrl-Alt-F1 war kein Anmelden möglich.

Wir haben es jetzt so gemacht: Nach der Eingabe des Rechner-Boot-Passwortes wurde ESC gedrückt, un dann gabe es eine Auswahl (aus dem Gedächtnis)::
open suse 13.1
advanced options for open suse 13.1

Und dann gabe es ein weitere Auswahl (aus dem Gedächtnis):
open suse 13.1.10 version 25
open suse 13.1.10 version 25 (recovery mode)

open suse 13.1.10 version 21
open suse 13.1.10 version 21 (recovery mode)

open suse 13.1.10 version 17
open suse 13.1.10 version 17 (recovery mode)

Wir haben dann die Version 21 genommen und konnten ganz normal starten. Alle zuletzt verwendeten Files waren da.

Was sagt der Experte?

LG

Das ist das Boot-Menü.
Das sollte normalerweise immer kommen (auch ohne ESC zu drücken) wenn du den Rechner bootest, noch bevor Linux geladen wird.

Und dann gabe es ein weitere Auswahl (aus dem Gedächtnis):open suse 13.1.10 version 25
open suse 13.1.10 version 25 (recovery mode)

open suse 13.1.10 version 21
open suse 13.1.10 version 21 (recovery mode)

open suse 13.1.10 version 17
open suse 13.1.10 version 17 (recovery mode)

Wir haben dann die Version 21 genommen und konnten ganz normal starten. Alle zuletzt verwendeten Files waren da.

Was sagt der Experte?

Also gehts mit Kernel 3.11.10-25 nicht, aber mit dem älteren 3.11.10-21 schon?
Dann ist die fstab also in Ordnung, aber das Kernel-Update versachte das Problem.

Da ich jetzt nicht glaube, dass mit dem Kernel-Update selbst was nicht in Ordnung ist, würde ich mal auf die initrd tippen. Wenn der entsprechende Treiber für die Festplatte nicht enthalten ist, kann die Festplatte (und natürlich auch alle Partitionen) beim Booten nicht angesprochen werden.
Der naheliegendste Grund wäre einfach, dass beim Installieren des Updates zuwenig Platz auf der Festplatte war wodurch die initrd nicht vollständig erzeugt werden konnte.
Hat der Rechner eine separate /boot Partition? Wenn ja, wie groß ist sie? Die könnte zu klein sein für 3 Kernel.
Falls nicht bitte trotzdem mal überprüfen, ob genügend Platz auf der / Partition ist (Kernel+initrd können schon 50MB brauchen).

df -h

Um falls notwendig Platz zu schaffen, könnte z.B. der Kernel 3.11.10-17 deinstalliert werden, 3.11.10-21 läuft ja eh einwandfrei.

Danach würde ich mal probieren, den Kernel 3.11.10-25 nochmal zu entfernen und neu zu installieren.
Am einfachsten in YaST->Software Management, nach “kernel-desktop” suchen und dann auf “Versionen” unterhalb der Paketliste klicken um die einzelnen Versionen (de)installieren zu können.

Vielen Dank mal erst für die wertvollen Hinweise.

Ich werde das in ca. 14 Tagen checken, dann bin ich vor Ort.

Gibt es eine Möglichlichkeit, per E-Mail-Update auf dem Laufenden zu halten in Bezug auf Threads? Kann leider keine Option finden.

LG

Ja.
Die Option zum Abonnieren befindet sich bei einer Posterstellung unterhalb des Texteditors unter “Zusätzliche Einstellungen”/“Abonnement”. Eine der Auswahlmöglichkeiten ist “Sofortige E-Mail-Benachrichtigung”, es stehen aber auch “Tägliche” und “Wöchentliche” zur Verfügung.

Das Default kannst du im “Benutzerkontrollzentrum” setzen (links unter “Einstellungen”->“Mein Benutzerkonto”->“Einstellungen ändern”).

PS: Du kannst natürlich auch einen Thread abonnieren, ohne einen neuen Beitrag zu schreiben. Dazu einfach auf “Themen-Optionen” klicken und “Dieses Thema abonnieren…” auswählen:

http://susepaste.org/images/52593565.png

Bei einem bereits abonnierten Thread, findest du genau dort stattdessen “Abonnement dieses Themas löschen”.

Ich hatte bei den E-Mail-Einstellungen im Benutzerzentrum eine falsche Einstellung, deshalb konnte ich hier nichts sehen.
Du warst mir bisher eine sehr große Hilfe, vielen Dank!!
Gäbe es einen “Bedanken”-Button, hätte ich ihn gedrückt :wink: