Man möge mir meine Offenheit verzeihen, was bestimmt mit meinem fortgeschrittenen Alter zu tun hat.
Ich habe hohe Achtung vor den Usern, die sich täglich mit dem Fortbestehen vom openSUSE-Projekt beschäftigen und ständig etwas neues, sicheres bereitstellen.
Mir ist auch klar, dass man irgendwann etwas neues auf die Beine stellen muss. Gerade dann, wenn zu viel Code-Laichen im OS stecken. Doch sollte man bei diesem ganzen Enthusiasmus auch an solche User denken, wie ich es einer bin. Mit 71 tut man sich bei Neuheiten oft schwer und einen neuen PC werde ich mir wegen Version 16 bestimmt nicht mehr zulegen. Zumal die 16 noch viele Schwächen hat. Gerade was bewährte Software von Drittanbietern betrifft. Beispiel: SoftMaker-Office, was leider nicht funktioniert mit der 16.
Mir würde es schon reichen, wenn man bis 2030 die Version 15.6 mit Sicherheitspaketen versorgt. Und zum Thema “Myrlyn” nur soviel. Ich bin für YAST, da Myrlyn nicht alles abdeckt und warum fast alles nur über Kommandozeile in der 16? Für mich ist das ein Schritt rückwärts. Wenn es eine grafische Oberfläche gibt, sollte diese auch genutzt werden, damit neue User gewonnen werden. Wer es mit "Kommandozeile " möchte, kann es ja machen. Dann benötigt man auch keine grafische Oberfläche!!!
Hi, erstmal danke für deine offenen Worte. Das 16’er ist tatsächlich ein neuer Weg für die Community, wo dementsprechend auch noch nicht alles sauber läuft. Der Myrlyn hat gerade erstmal die Version 1.0 erreicht und steht hier ebenfalls noch am Anfang. Kommandozeile geht ja immer aber das Yast ist nun schon ordentlich in die Jahre gekommen.
Zu deinem Problem mit dem SoftMaker Office. Dies kann ich nicht bestätigen. Das NX läuft bei mir 2x unter dem 16 (Laptop vom Kind und Familien PC) sowie 1x auf dem Tumbleweed (mein Laptop). ![]()
Has du schon bei den Drittanbieter nachgefragt?
Has du schon hier ein (oder mehr) Probleme gemeldet so das andere Benutzer des Paketes sich melden können um zu helfen?
Da benutzt man Cockpit. U.A. Cockpit the easy way - Be happy without YaST
Ich möchte den Grundgedanken unterstützen. Nichts gegen eine neue Version und Überarbeitungen. Aber wenn zu viele früher vorhandene Funktionen über Bord gehen verlassen bildlich gesprochen auch Benutzer das Schiff.
Yast in Kombination mit “Multi-User-fähiger-Workstation” war für mich das Alleinstellungsmerkmal von OpenSuse und ich habe keinen Erfolg gehabt beim Versuch, ein neues Gerät so zu installieren, dass es (für mich) befriedigend läuft.
Hm, ich weiß nicht so genau, wer / was mit “selbstgefällig” gemeint ist, finde es nicht so wahnsinnig… passend.
Die Distro und alle Beteiligten müssen sich äußeren Gegebenheiten beugen, dazu gehört auch Suse, ohne die das ganze Projekt wohl tot wäre. Das ist eine Firma, die Gewinn zu erwirtschaften hat, und das ist ist völlig legitim. Die Community kommt damit auch gut klar. Zu den angesprochenen Themen gibt es hier auch schon ausreichend Threads, darauf muss ich im Detail nicht eingehen.
Einen neuen Rechner bräuchtest du nicht anzuschaffen, mit Tumbleweed oder Slowroll ginge es auch so (noch) weiter. Aber hast du wirklich einen so alten Rechner (baselevel-x86_64-v1)? Mein Homeserver war 17 Jahre alt, ja er lief noch, aber schon etwas überfordert.
Aber zu YaSt. Ja, für mich war es auch immer das wichtigste Werkzeug in openSUSE (und davor). Aber auch dazu gibt es endlose Threads, in denen die Gründe ausreichend deutlich erklärt werden. Henk hat ja schon auf Cockpit hingewiesen. Hier ist aber noch etwas sehr nützliches. Es ist nicht immer nur “die Kommandozeile” erforderlich.
(Textauszeichnung (fett) durch mich)
Verstehe ich nicht so richtig: ist “Multi-User-fähiger-Workstation” jetzt etwas was Besonderes unter Linux?
Danke für die vielen (doch unterschiedlichen) Meinungen. Möglicherweise muss man doch viel tiefer und intensiver mit Linux arbeiten.
Zum Thema “SoftMaker”: Ja, ich habe mich mit dem Support in Verbindung gesetzt. Bei der Installation per “zypper” habe ich mich an das Schema von SoftMaker gehalten. Bei der Installation ist auch kein Fehler aufgetreten. Doch beim ersten Aufruf kommt nur die Meldung, dass der Pfad nicht gefunden werden kann. Egal wie ich es auch anstelle, die Fehlermeldung bleibt.
Bitte:
Neues Problem, neuer Beitrag.
Wird sonst zu unübersichtlich und wer würde schon an ein Problem mit Softmaker denken, wenn er diese Überschrift liest:
Selbstgefälligkeit steht hoch im Kurs
Multi-User-Workstation: Passt nicht zum Titel des Threads. Ich versuche mich kurz zu halten.
Mit 15.6 war möglich: Mehrere verteilt arbeitende Personen konnten sich an einem Host anmelden (normaler Login-Bildschirm, VNC oder No-VNC) und ein Thema gemeinsam bearbeiten. Gearbeitet wird mit der grafischen Oberfläche und auf einem virtuellen Bildschirm. Das geht nicht mehr.
Braucht vielleicht einen eigenen Thread, weiß nur nicht, ob sich das lohnt. Wenn man Funktionen verwenden will, die Windows nicht hat schauen die Wayland-Fans konzentriert weg (habe ich den Eindruck).
@BSchrade, also ich gebe dir ja Recht, das grafische Anmelden geht (vorübergehend?) nicht mehr. Das finde ich auch nicht gut. Ich hoffe aber, dass das auch irgendwann wieder gehen wird. Das ist aber IMHO schon länger nicht mehr so einfach, wie “früher”. Da ging das einfach über den Anmeldebildschirm, das ist aber nicht mehr sicher genug. Das kann ich gut verstehen.
Aber dein Argument
kann ich nicht nachvollziehen. Der Sinn der Multi-User-Workstation, wie ich ihn von Unix aus den 90ern kenne war, dass man die jeweilige Rechenpower oder spezielle Hard- / Software gemeinsam nutzen kann / konnte. Das ist bei Linux rein technisch nicht anders, oder? Warum muss man am gleichen Rechner angemeldet sein, um gemeinsam ein Thema zu bearbeiten?
Ich bin kein Wayland-Fan und (das Wort “hassen” ist nicht mein Stil), verabscheue die Firma und Software aus Redmond. Zum gemeinsamen Arbeiten gibt es aber auch andere Lösungen, für verschiedene “Teams”.
Die müssen doch nicht alle am gleichen Rechner (grafisch) angemeldet sein, oder?
Doch.
Szenarien: 1: Besprochen werden soll ein Aspekt einer grafischen Oberfläche. 2: Gemeinsam bearbeitet wird ein grafisches Objekt. 3: Die bearbeitete Funktion benötigt mehrere grafische Fenster.
Ja, es gibt andere Möglichkeiten, aber die gemeinsame Arbeit an einem gemeinsamen Desktop - der nicht der private eines der Teilnehmer ist - ist oder vermutlich traurigerweise war ebenso effizient wie bequem.
Sicherheit des Anmeldebildschirms: Wo ich es kenne arbeitet man in Netzen, die nur per SSH-Tunnel mit Private Key erreichbar sind. Verteidigungslinien brauche ich in virtuellen Arbeitsumgebungen genausowenig wie physisch in meinem Arbeitszimmer.
Ja. Ich kann das gerne auf OpenSuse 15.6 vorführen. Mit anderen Varianten geht das auch, nur nicht so bequem.
Ich will dir gerne glauben, ich verstehe es nur noch nicht so recht. Bei der “Multi-User-Workstation” meldet sich doch jeder User in einer eigenen Session an. Da sieht doch niemand, was die anderen machen? VNC habe ich nie intensiv benutzt, da hatte ich bei Versuchen früher immer Schwierigkeiten, eine schwarzen Bildschirm nach der Anmeldung. Aber das ist doch noch da. Hast du Wayland oder X11 am Laufen? Ich habe gerade erst gelernt, dass X11 noch verfügbar ist. Ich dachte, es wäre schon weg. Geht es dir evtl. genauso? Wenn du auf Wayland bist, stell doch mal auf X11 um.
Zum schwarzen Bildschirm: Der voreingestellte Login-Manager kann manches nicht. Für VNC- und NoVNC-Sitzungen musste ich auf LightDM umschalten.
Ich benutze nicht täglich, aber oft:
1: Auf einer Workstation in einem Labor läuft ungewöhnliche Software und es sind ungewöhnliche Messgeräte angeschlossen. Mehrere Benutzer melden sich in mehreren Sitzungen an und verwenden den Aufbau. Synchronisation ist nicht nötig, jeder weiß, woran er seinen Prüfling angeschlossen hat. Das geht seither mit OpenSuse 15 aus beliebiger Entfernung elegant: Zugriff per VNC (oder Browser!, immer im SSH-Tunnel) auf den Login-Bildschirm, Verwendung einer Sitzung. Die muss häufig grafisch sein, die Anzeige z.B. eines Spectrum-Analyzers ist ohne Grafik sinnlos.
2. Ich will zu mehreren das Verhalten eines Programms besprechen. Das Programm ist dann in der Regel grafisch. Auch das geht seither mit OpenSuse 15 elegant: Alle melden sich in derselben Sitzung an, gesprochen wird in einer Telefonkonferenz (keine Latenzen) .
Beides habe ich mit OpenSuse 16 versucht, aber nicht hinbekommen.
Einen VNC-Server der nicht den physischen Bildschirm verwendet scheint es nicht oder nicht mehr oder noch nicht wieder zu geben.
Allerdings schimpft OpenSuse 15 weil EOL. Ich stehe deshalb vor dem Problem: Was mache ich jetzt. Mit jetzt meine ich: “jetzt”.
Mit Mint bekomme ich das hin, umständlicher, aber es geht. Für Hinweise, wie ich mehrere VNC-Server-Instanzen auf Opensuse 16 laufen lassen kann bin ich dankbar. Geschafft habe ich es seither nicht und einen tigervnc-standalone-server scheint es nicht einmal als Paket zu geben.
Ich habe deshalb viel Verständnis für den Titel dieses Threads. (Und wenn ich gerade Lust habe, Verschwörungstheorien zu glauben das Gefühl, Wayland sein ein Projekt mit dem Ziel, Vorteile von Linux gegenüber Windows auszumerzen.)
Myrlyn 0.0.0.1 war YaST Software und Repo Manager. Vom Anfang hat das alles gekonnt waß YaST SwM gekonnt hat. Und jetzt kann es auch noch Dinge wo so oft um gefragt ist. Wer hat braucht da heute noch Modulen um DNS server. NTP server usw im Hause zu unterhalten? DHCP auf 'nen PC? HTTP Server ( ja, kann, aber wer benüzt da noch apache2 ). Das war einmal. Könnt Ihr auch die Nachteile sehen? Zb. daß man schnell den Übersicht verliert auf was wo geándert wird von YaST mit 'n par Klicksen. YaST lief auf keine andere Distro.
Meiner Meinung nach, sind Veränderungen kein Problem wenn man einsehen kann daß es oft nicht komplizierter geworden ist, sondern daß man so gewöhnt ist an die Vertraute Art und Weise, daß man die Komplexität nicht mehr als komplex erfährt.
Bei “Selbstgefälligkeit steht hoch im Kurs” denke ich eher an alten Männer die sich kopfschüttelnd vor Gewicht iher Weisheit zurücklehnen im TV Sessel um noch mal wieder zu bestätigen wieviel besser alles war. NEIN Es war nicht besser. “Hier hast du ein Tape, und 'n Zettel, soll nächste Woche funkzionieren auf das UNIX Ding. O ja, und die Dokumente gehen auf das Novell Netzwerk.” “Eh, haben wir nicht gar nicht”. Dokumentation 0 ( außerhalb 6 Meter UNIX Manuals ), >30KB initscripts,
Eventuell ist der Titel des Threads geeignet, einen Flamewar anzufachen. Wenn ich versuchen darf, den Inhalt zu sortieren:
Man sollte die Frage, welche Funktionen verfügbar sind von der Frage trennen, was man tun muss/darf/kann/soll um diese Funktionen einzurichten und zu benutzen.
Yast ja oder nein ist schwierig: In einem anderen Thread hat jemand verständlich dargestellt, warum Yast nicht mehr durchgehalten wird. Andererseits findet man im Internet Texte, in denen Yast als wichtiges Alleinstellungsmerkmal von OpenSuse bezeichnet wird.
Fehlende Funktionalität ist hoffentlich weniger strittig. Man kann/darf/soll/muss bei jeder Funktion voraussetzen, dass es sie gibt, weil es Leute gab/gibt/geben wird, die diese Funktion benötigen.
Einmal unterstellt, dass der Originalposter eine Softmaker-Version verwendet, die keine Wayland-Unterstützung hat und er den Test auf Wayland durchgeführt hat: Wayland erzeugt einen Riesenaufwand, ohne dass dadurch die Funktion des Programms besser wird. Und es stehen nicht für alle Funktionen Wayland-Versionen zur Verfügung. Es ist für mich schon fraglich, wieviele Desktop-Anwender mitgehen, wenn sie am Wayland-Ufer nicht haben was sie brauchen.
Danke, bin nicht oft hier in den Deutschen Foren, aber wollte ( als auch > 65-er ) mal etwas Anderes hören lassen. Draht hab ich gelesen.
Muss ich widersprechen.
Zum einen gehst du von dir aus, was du brauchst, aber nicht was andere vielleicht brauchen.
Zum zweiten kann myrlyn nicht alles. Ein gravierender Punkt was myrlyn nicht kann, ist das myrlyn auf console nicht funktioniert. Also ncurse. Zumindest mein letzer Stand.
Und yast war ein Alkeinstellungsmerkmal. Eindeutig.
Was grenzt suse noch von anderen ab? Was kann es besser? Was ist nun das oder die Alleinstellungsmerkmale? Was hebt suse von anderen ab?
Anders gefragt, warum soll ich openSUSE verwenden?
Selbstverständlich. Früher war alles besser, Eric.
Buchstabierung? home:/ecsos:/ ?
Weil ich immer da bin als Schlachtopferunterstützung? Von mir aus sollst du nichts,