ext3-Filesystem nicht mit OpenSUSE 11.3 lesbar

Hallo die Runde,
ich habe ein ext3-Filesystem mit Paragon Partion Manager 11 erstellt und alte Daten darauf zurückgeschrieben. Alle Test sind OK.
Nur:
Mit OpenSUSE kann ich das filesystem nicht mounten. Fehler: Cannot read Superblock.
fdisk zeigt keine Auffälligkeiten, fsck verweigert den Check.

Mit anderen Linuxen, z.B. Knoppix kann ich das filesystem lesen und mounten.
Was kann ich tun? Hat der Treiber bei Opensuse ein Problem?

Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus!
Holger

Du solltest im anderem Forum noch erwähnen das du dieses Thema auch hier erstellt hast.

Bist du sicher, dass es ein ext3 ist? Du könntest unter Knoppix nachschauen,
als was er es den tatsächlich mountet.

Einfach den Befehl ausführen:

mount

Unter Knoppix geht alles: fsck, mount, tune2fs,…es ist auch ein ext3…
hm…?:confused:

Ich grüße herzlich.
Holger

Jetzt hat sich herausgestellt, dass das Problem nicht auf ext3 beschränkt ist, sondern mit meinen RAID 1 -Platten zu tun hat.
Keine Partition lässt sich ansprechen.
Trotzdem: OpenSUSE 11.3-64 kann meine RAID-Platten nicht ansprechen, KNOPPIX kann’s.

Gibt’s vielleicht irgendwo einen passenden Treiber oder kann die OpenSUSE-crew das Problem lösen?

Ich grüße herzlich!
Holger

Dann dürfte es mit GRUB 2 bzw. GRUB legacy zu tun haben.
siehe auch (mit einem von mir eingefügten Nachweis auf Kofler) unter:

openFATE #308497 : Update to GRUB v2

Aber ich hoffe mal, das jemand (schlaueres als ich) weiß, wie man RAID-1 unter openSUSE 11.3 einbinden kann.

Viel Glück
pistazienfresser

Vorweg, ich habe mir nur deine Beiträge aus diesem Forum durchgelesen.

Mit dem mount Befehl kannst du unter KNOPPIX überprüfen mit welchen Paramtern die Partitionen gemountet sind. Diese Mount- Paramter kannst du dann für openSUSE verwenden.

Ich vermute das die Festplatte durch die Änderungen von Paragon Partition Manager keine saubere Partitionstabelle hat.

Wie schaut das gesamte bzw. restliche Festplattenlayout aus?

Anmerkung:
Ich hatte mit Fake-RAIDs bzw. mit einzelnen Festplatten die einmal in einem Raid gelaufen sind auch schon so meine Probleme (der RAID-Verbund wurde im RAID-BIOS nicht gelöscht).

Problem Beispiel: Wenn die Festplatte im RAID-Controller-BIOS noch als aktiver Verbund markiert ist, findet bzw. zeigt der Ubuntu-Installer die Festplatte gar nicht an.
Dem openSUSE-Installer ist das dagegen egal :slight_smile:

@ pistazienfresser
GRUB 2 kann von einem MD RAID booten.
hulevi will glaub nur von einem bestehenden Linux auf die Dateien zugreifen.

Danke schon mal für die Infos.
Nur verstehe ich nicht, warum das Problem bei mir mit GRUB zu tun haben soll:
Mein OpenSUSE 11.3-64 steht auf einer normalen SATA-Platte und lässt sich somit problemlos booten.
Nur der Mount von meiner RAID-Platte, die sich sonst nach außen (durch die SIL5723-DriveXpert-HW-Unterstützung) als normale SATA-Platte zeigt, ist nicht möglich.

Oder hat der neue GRUB auch andere Plattentreiber, die dann im OS zur Verfügung stehen?

Viele Grüße
Holger

redkiwi hat Recht: ich will von einem bestehenden OpenSUSE auf Daten der RAID-1-Platte zugreifen.

Hier die Fehler und Infos, die ich mit OpenSUSE 11.3-64 herausbekommen habe:

fdisk -l

Platte /dev/sda: 1000.2 GByte, 1000204886016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 121601 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0xa4b6a569

Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sda1 * 1 8163 65569266 7 HPFS/NTFS
/dev/sda2 8164 121601 911190735 f W95 Erw. (LBA)
/dev/sda5 8164 118360 885157371 7 HPFS/NTFS
/dev/sda6 118361 118615 2048256 82 Linux Swap / Solaris
/dev/sda7 118616 121601 23984128 83 Linux

Platte /dev/sdb: 1000.2 GByte, 1000204886016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 121601 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0xe8900690

Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sdb1 * 1 121601 976760001 7 HPFS/NTFS

Platte /dev/sdc: 1000.2 GByte, 1000204886016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 121601 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x93f380c6

Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sdc1 * 1 121602 976762552 7 HPFS/NTFS

Platte /dev/sdd: 1000.2 GByte, 1000204886016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 121601 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0xd65299bb

Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sdd1 * 1 13 102400 7 HPFS/NTFS
Partition 1 endet nicht an einer Zylindergrenze.
/dev/sdd2 14 12763 102407341 7 HPFS/NTFS
/dev/sdd3 12764 121601 874241235 f W95 Erw. (LBA)
/dev/sdd5 12764 106083 749592868+ 7 HPFS/NTFS
/dev/sdd6 106084 121601 124648079 83 Linux

linux-fodq:/home/hul # mount /dev/sdd6 /mnt
mount: Sie müssen den Dateisystemtyp angeben


linux-fodq:/home/hul # fsck.ext3 -b 32768 /dev/sdd6
e2fsck 1.41.11 (14-Mar-2010)
fsck.ext3: Attempt to read block from filesystem resulted in short read beim Versuch, /dev/sdd6 zu öffnen
Könnte es eine Partion der Länge Null sein?


mount /dev/sdd6 /mnt -t ext3
mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/sdd6,
missing codepage or helper program, or other error
Manchmal liefert das Syslog wertvolle Informationen – versuchen
Sie dmesg | tail oder so

linux-fodq:/home/hul # dmesg | tail
525.705178] lirc_mceusb[2]: usb remote disconnected
525.807012] usb 2-4: reset high speed USB device using ehci_hcd and address 2
526.044138] usb 2-4: reset high speed USB device using ehci_hcd and address 2
526.180847] lirc_dev: lirc_register_driver: sample_rate: 0
526.211100] lirc_mceusb[2]: Generic USB2.0-CRW on usb2:2
541.723785] sd 7:0:0:0: [sdd] Unhandled error code
541.723789] sd 7:0:0:0: [sdd] Result: hostbyte=DID_BAD_TARGET driverbyte=DRIVER_OK
541.723792] sd 7:0:0:0: [sdd] CDB: Read(10): 28 00 65 94 62 e4 00 00 02 00
541.723800] end_request: I/O error, dev sdd, sector 1704223460
541.723813] EXT3-fs (sdd6): error: unable to read superblock

tune2fs -l /dev/sdd6
tune2fs 1.41.11 (14-Mar-2010)
tune2fs: Attempt to read block from filesystem resulted in short read beim Versuch, /dev/sdd6 zu öffnen
Kann keinen gültigen Dateisystem-Superblock finden.

Diese alle Befehle gehen auf Knoppix problemlos.

Ich grüße herzlich.
Holger

Platte /dev/sdd: 1000.2 GByte, 1000204886016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 121601 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0xd65299bb

Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sdd1 * 1 13 102400 7 HPFS/NTFS
Partition 1 endet nicht an einer Zylindergrenze.
/dev/sdd2 14 12763 102407341 7 HPFS/NTFS
/dev/sdd3 12764 121601 874241235 f W95 Erw. (LBA)
/dev/sdd5 12764 106083 749592868+ 7 HPFS/NTFS
/dev/sdd6 106084 121601 124648079 83 Linux

Deine Partitionstabelle wurde vermutlich vom Paragon Partition Manager “verschandelt”.

sdd1 sollte eine Primäre Partition + boot flag sein
sdd2 sollte auch eine Primäre Partition sein

sdd3 sollte eine Erweiterte Partition sein

sdd5 sollte eine Logische Partition sein
sdd6 sollte auch eine Logische Partition sein

Ich vermute das sdd6 keine Logische Partition ist, sondern vielleicht eine Primäre.
Somit stimmt die Reihenfolge nicht. Hast du vielleicht noch zusätzlich eine Partition nachträglich verschoben?

KNOPPIX ignoriert das vermutlich und mountet die Partition einfach.

@redkiwi

danke für den Tipp. Blos zeigt die Plattenformatierung genau Deine Vorgabe.
Es geht auch nicht nur um die sdd6 (ext3), sondern auch alle anderen Partitionen (NTFS) lassen sich mit OpenSUSE nicht ansprechen.
Mit fdisk /dev/sdd und Befehl “p” zeigt sich eine schlüssige Partitionstabelle.

Meiner Meinung nach muss es irgendeinen Unterschied in den Plattentreibern geben zwischen Knoppix und OpenSUSE 11.3-64.
Mir fällt dazu nicht mehr ein. Dein letzter Schluss kam mir auch schon, dass KNOPPIX einfach großzügiger ist. Aber warum?

Da sich das Problem auf RAID 1 bzw. DriveXpert konzentriert hat, habe ich dazu einen neuen Thread im www.opensuse-forum.de aufgemacht.

Wieder ein freundlicher Dank an alle, die mitdenken!
Grüße
Holger