Der Samba-Server stellt sich sehr zickig an

Hallo Forum,

habe in meinem Heimnetz mehrere Win7-PCs und ein Notebook mit OS 12.1
Der Zugriff auf die Freigaben der Rechner untereinander klappt
reibungslos, aber nur, wenn ich den Linux-Rechner als letzten hochfahre.
Nach langem hin- und her probiere habe ich eine Krücke zur Problemlösung
gefunden.
Ich rufe unter Yast einfach den Samba-Server auf und beende ihn ohne
irgendeine Änderung vorzunehmen.
Danach können sich wieder alle Rechner gegenseitig sehen und
untereinander kommunizieren.

Meine Frage, geht es auch anders?

Gruß Sigi

  • Siegfried Richter wrote, On 01/14/2012 03:00 PM:
    > Ich rufe unter Yast einfach den Samba-Server auf und beende ihn ohne irgendeine Änderung vorzunehmen.
    > Danach können sich wieder alle Rechner gegenseitig sehen und untereinander kommunizieren.

Startest Du den Samba-Server dann auch wieder? Oder brauchst Du ihn gar nicht? Ich versteh’s nicht so ganz.

Gruß
Uwe

Am 15.01.2012 10:25, schrieb Uwe Buckesfeld:
> * Siegfried Richter wrote, On 01/14/2012 03:00 PM:
>> Ich rufe unter Yast einfach den Samba-Server auf und beende ihn ohne
>> irgendeine Änderung vorzunehmen.
>> Danach können sich wieder alle Rechner gegenseitig sehen und
>> untereinander kommunizieren.
>
> Startest Du den Samba-Server dann auch wieder? Oder brauchst Du ihn gar
> nicht? Ich versteh’s nicht so ganz.
>
> Gruß
> Uwe

Hallo Uwe,

den Samba-Server benötige ich schon für mein Heimnetzwerk.
Wenn ich mein geschildertes Problem habe, dann schaue ich mir den Status
von Samba an und dieser ist “aktiv”.
Danach rufe ich über Yast den Samba-Server auf und verlasse ihn wieder
ohne eine Änderung vorzunehmen.
Nach erneutem Prüfen des Samba-Statuses wird angezeigt, dass mit dem
Aufruf über Yast Samba gestoppt und beim Verlassen Samba wieder
gestartet wurde.
Ich gehe davon aus, dass genau dieser Aufruf ein Refresh bewirkt hat und
ich danach auch wieder alle Rechner sich gegenseitig sehen und
miteinander arbeiten können.


Gruß Sigi

Siegfried,

läuft das Netzwerk des Servers mit ifup oder dem Netzwerkmanager? Bei letzterem kann ich mir vorstellen, dass Samba startet, bevor das Netzwerk da ist.

Gruß
Uwe

Am 15.01.2012 18:11, schrieb Uwe Buckesfeld:
> Siegfried,
>
> läuft das Netzwerk des Servers mit ifup oder dem Netzwerkmanager? Bei
> letzterem kann ich mir vorstellen, dass Samba startet, bevor das
> Netzwerk da ist.

Uwe,

läuft mit dem Netzwerkmanager.

Mit “ifup” kann ich im Moment nicht viel anfangen.
Würde dies auch mal probieren, wenn Du mir dabei helfen könntest.


Gruß Sigi

Siegfried,

im Yast kannst Du die Konfiguration der Netzwerkkarte umstellen. Wenn Du das Modul jetzt aufrufst, weist Yast Dich daraug hin, dass derzeit der Netzwerkmanager benutzt wird. Das klickst Du weg und konfigurierst die Karte dann “klassisch” für ifup. So wird beim Booten recht früh das Netzwerk gestartet und nicht erst, wenn die GUI gestartet wurde.

Danach booten und Samba sollte sofort funktionieren, falls die Dienste im runlevel-Editor auf automatischen Start gesetzt wurden.

Gruß
Uwe

Am 16.01.2012 16:19, schrieb Uwe Buckesfeld:
> Siegfried,
>
> im Yast kannst Du die Konfiguration der Netzwerkkarte umstellen. Wenn Du
> das Modul jetzt aufrufst, weist Yast Dich daraug hin, dass derzeit der
> Netzwerkmanager benutzt wird. Das klickst Du weg und konfigurierst die
> Karte dann “klassisch” für ifup. So wird beim Booten recht früh das
> Netzwerk gestartet und nicht erst, wenn die GUI gestartet wurde.
>
> Danach booten und Samba sollte sofort funktionieren, falls die Dienste
> im runlevel-Editor auf automatischen Start gesetzt wurden.
>
> Gruß
> Uwe
Hallo Uwe,

hab es mal probiert und es dann doch sein gelassen.
Zuerst habe ich alles so gelassen, wie es in der Netzwerkkarte
eingestellt war. Beim Verlassen des Programms sollte noch etwas (habe es
mir leider nicht gemerkt, was) nachinstalliert werden. Danach kam der
Hinweis, dass auf ein Repro nicht zugegriffen werden kann.
Danach ware der Zugriff über den Networkmanager nicht mehr möglich.
In der Netzwerkverwaltung war die Drahtlosverbindung “angegraut”.
Lange Rede kurzer Sinn, ich bin wieder zurück auf den Networkmanager.
Nutze jetzt eine Krücke, indem ich über die Konsole einen Restart des
Samba-Servers durchführe.


Gruß Sigi

Siegfried,

wie unschön :slight_smile:
Du könntest auch einen Aufruf für Samba in die Autostartgeschichte Deiner GUI stecken.

Gruß
Uwe

Am 20.01.2012 09:58, schrieb Uwe Buckesfeld:
> Siegfried,
>
> wie unschön :slight_smile:
> Du könntest auch einen Aufruf für Samba in die Autostartgeschichte
> Deiner GUI stecken.
>

Hallo Uwe,

was ich jetzt manuell mache - nämlich über die Konsole einen Restart des
Samba-Servers ausführen, möchte ich automatisieren.
Dazu habe ich in der “crontab” folgenden Eintrag vorgenommen:

@reboot sleep 30;/etc/init.d/smb restart

Damit möchte ich, dass der Restart 30 Sekunden nach dem Booten des
Systems ausgeführt wird, da bis dahin die WLAN-Verbindung meines
Rechners durchgeführt sein müsste.
Irgendwie ist daran was faul, da die Anweisung gemäß Samba-Status nicht
ausgeführt wurde.
Was mache ich falsch?

Hier die Auflistung meiner crontab:

Sigi@linux-l79v:~> crontab -l

DO NOT EDIT THIS FILE - edit the master and reinstall.

(/tmp/crontab.l3Z5nO installed on Fri Jan 20 17:02:32 2012)

(Cronie version 4.2)

@reboot sleep 30;/etc/init.d/smb restart


Gruß Sigi

  • Siegfried Richter wrote, On 01/20/2012 06:04 PM:

> Sigi@linux-l79v:~> crontab -l

Das ist deine Crontab. Nimm die von root:

su
crontab -e
rccron reload

Uwe

Am 21.01.2012 16:45, schrieb Uwe Buckesfeld:
> * Siegfried Richter wrote, On 01/20/2012 06:04 PM:
>
>> Sigi@linux-l79v:~> crontab -l
>
> Das ist deine Crontab. Nimm die von root:
>
> su
> crontab -e
> rccron reload

Hallo Uwe,
funktioniert leider nicht, hier das Konsol-Protokoll:

linux-l79v:/home/Sigi # crontab -e
no crontab for root - using an empty one
kwrite(16648)/kdeui (kdelibs): Session bus not found
To circumvent this problem try the following command (with Linux and bash)
export $(dbus-launch)
KCrash: Application ‘kwrite’ crashing…
KCrash: Attempting to start /usr/lib/kde4/libexec/drkonqi from kdeinit
sock_file=/root/.kde4/socket-linux-l79v.site/kdeinit4__0
Warning: connect() failed: : Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
KCrash: Attempting to start /usr/lib/kde4/libexec/drkonqi directly
drkonqi(16649)/kdeui (kdelibs): Session bus not found
To circumvent this problem try the following command (with Linux and bash)
export $(dbus-launch)
crontab: “/usr/bin/kwrite” exited with status 253


Gruß Sigi

Hm, warum versucht Dein System, KWrite aufzumachen? Hast Du irgendwie mit den Editor-Standardeinstellungen herumgespielt? Ich hätte vi erwartet.
Falls Du eine GUI für Cron haben möchtest, installier Dir kcron.

Uwe

Am 22.01.2012 16:00, schrieb Uwe Buckesfeld:
> Hm, warum versucht Dein System, KWrite aufzumachen? Hast Du irgendwie
> mit den Editor-Standardeinstellungen herumgespielt? Ich hätte vi erwartet.
> Falls Du eine GUI für Cron haben möchtest, installier Dir kcron.
>

Hallo Uwe,

na, herumgespielt habe ich eigentlich nicht.
In einer früheren OS-Version hatte ich mal Probleme mit den Win7-Freigaben.
Es gab dazu einen Workaround von “swerena” wie man den Mount-Befehl
nochmals zeitverzögert nach dem Booten ausführen lassen kann.
Dafür sollte eine eigene crontab erstellt werden. Um diese zu erzeugen
wurde empfohlen, kwrite in die bashrc einzutragen.
Hier der Eintrag, sollte man ihn wieder entfernen?

Some applications read the EDITOR variable to determine your favourite

text

editor. So uncomment the line below and enter the editor of your

choice :slight_smile:
#export EDITOR=/usr/bin/vim
#export EDITOR=/usr/bin/mcedit
export EDITOR=/usr/bin/kwrite

Werde es mal kcron versuchen.


Gruß Sigi

Am 22.01.2012 17:51, schrieb Siegfried Richter:

> …]
> Werde es mal kcron versuchen.
>
Habe kcron installiert, wo bzw. wie kann ich das GUI aufrufen?


Gruß Sigi

Hi,

der Ansatz ist schon richtig, allerdings wird bei einem “su” die Benutzerumgebung “mitgenommen”.
Mach stattdessen

su -

, dann wird auch

crontab -e

klappen.

Einfach mal Alt+F2 und dann kcron eintippen. Ich hab das ewig nicht benutzt, kann sein, dass Du “kdesu kcron” eintippen musst, wenn Du die crontab von root bearbeiten willst.

Wegen des Editors: Ja, ich würde das wieder rausschmeißen. Für manche Sachen ist vi eben doch der Editor der Wahl, vor allem, weil er in der Konsole läuft. GUI-Editoren möchten gern die GUI des angemeldeten Benutzers benutzen, dann wird es z.B. bei der crontab ziemlich wirr.

Gruß
Uwe

Am 23.01.2012 14:56, schrieb Uwe Buckesfeld:
Hallo Uwe,
danke, dass Du mich so tatkräftig unterstützt.

> Einfach mal Alt+F2 und dann kcron eintippen. Ich hab das ewig nicht
> benutzt, kann sein, dass Du “kdesu kcron” eintippen musst, wenn Du die
> crontab von root bearbeiten willst.

In den Systemeinstellungen gibt es das Modul “Aufgabenplaner”.
Dies ist wahrscheinlich das GUI von Kcron.
Da kann ich nur das Einträge für das persönliche Cron erstellen.
Das System Cron ist grau und lässt sich nicht bearbeiten und die muss
wahrscheinlich benutzt werden?

> Wegen des Editors: Ja, ich würde das wieder rausschmeißen. Für manche
> Sachen ist vi eben doch der Editor der Wahl, vor allem, weil er in der
> Konsole läuft. GUI-Editoren möchten gern die GUI des angemeldeten
> Benutzers benutzen, dann wird es z.B. bei der crontab ziemlich wirr.
>
Hab ich mal mit vi so probiert. Wenn ich den Eintrag erstellt habe,
wohin muss die Crontab dann gespeichert werden? Ein einfaches Beenden
des Programms funktioniert jedenfalls nicht, da der folgende crontab -l
mir sagt, dass es keine Crontab für den Root gäbe.
Unter etc gibt es zwar eine Crontab, aber die möchte ich natürlich nicht
überschreiben.


Gruß Sigi

  • Siegfried Richter wrote, On 01/23/2012 03:30 PM:

> In den Systemeinstellungen gibt es das Modul “Aufgabenplaner”.
> Dies ist wahrscheinlich das GUI von Kcron.
> Da kann ich nur das Einträge für das persönliche Cron erstellen.
> Das System Cron ist grau und lässt sich nicht bearbeiten und die muss wahrscheinlich benutzt werden?

Und wenn Du es als “kdesu kcron” aufrufst?
Dann müsste die Abfrage des root-Passwortes kommen und das Feld müsste nutzbar sein.

> Hab ich mal mit vi so probiert. Wenn ich den Eintrag erstellt habe, wohin muss die Crontab dann gespeichert werden? Ein einfaches Beenden des Programms funktioniert jedenfalls nicht, da der folgende crontab -l mir sagt, dass es keine Crontab für den Root gäbe.
> Unter etc gibt es zwar eine Crontab, aber die möchte ich natürlich nicht überschreiben.

Eigentlich stellt sich die Frage nicht :slight_smile:
Wenn Du “su” und “crontab -e” aufrufst, sollte die crontab von root im vi aufgehen. Wenn Du sie speicherst, landet sie an der richtigen Stelle. Dann nochmal “rccron reload” und fertig.

Gruß
Uwe

Am 24.01.2012 schrieb Uwe Buckesfeld:

> * Siegfried Richter wrote, On 01/23/2012 03:30 PM:
>
>>…]
>
> Und wenn Du es als “kdesu kcron” aufrufst?
> Dann müsste die Abfrage des root-Passwortes kommen und das Feld müsste nutzbar sein.
>
Dann erhalte ich eine Fehlermeldung “Der Befehl “kcron” kann nicht
ausgeführt werden”

>> Hab ich mal mit vi so probiert. Wenn ich den Eintrag erstellt habe, wohin muss die Crontab dann gespeichert werden? Ein einfaches Beenden des Programms funktioniert jedenfalls nicht, da der folgende crontab -l mir sagt, dass es keine Crontab für den Root gäbe.
>> Unter etc gibt es zwar eine Crontab, aber die möchte ich natürlich nicht überschreiben.
>
> Eigentlich stellt sich die Frage nicht :slight_smile:
> Wenn Du “su” und “crontab -e” aufrufst, sollte die crontab von root im vi aufgehen. Wenn Du sie speicherst, landet sie an der richtigen Stelle. Dann nochmal “rccron reload” und fertig.
>
Ich erhalte einen leeren Bildschirm, in welchem ganz unten – INSERT –
steht.
Zum Abspeichern gehe ich auf das Menü “Datei”.
Ich steht “Ausgabe speichern als …”
Danach lande ich im Ordner > Persönlicher Ordner > Dokumente
Als zu speichernder Name ist “Konsole” vorgegeben.
In der Überschrift dieses Fensters steht “Ausgabe von Shell speichern -
Konsole”
Das ich doch sicher nicht der Ort, wo die Crontab abgelegt werden soll.

Mein Gott, was für ein Theater, um so eine “dämliche” Tabelle zu
bearbeiten.


Gruß Sigi

Du befindest Dich dann im Editor “vi”, der Dir mit INSERT signalisiert, dass er zur Eingabe bereit ist.
Speichern kannst Du dann mittels ESC (um den INSERT mode zu verlassen), dann “:wq” (write & quit) und ENTER.