Ich habe für meine Mutter ein MSI B450M Pro-VDH Max mit Ryzen 3 2200G (mit integrierter Grafik) und einem 8GB RAM gekauft.
In den letzten insgesamt 20 Stunden habe ich bereits versucht zu installieren: openSuse Thumbleweed (aktuelle Version), Leap 16.0, Leap 15.6, Xubuntu 16.04, Ubuntu 22.04 mit Gnome, Linux Mint 21.3 64bit und Desinfect mit Ubuntu 16.04. Bis auf das Desinfect läufte iede Installation in einen black screen. Das kann ich beheben, indem ich beim Boot (Taste e) den Schalter acpi=off einfüge. Dann wird aber die Grafik nicht erkannt und nur der Standardtreiber geladen. Das Desinfect läuft standardmäßig ohne ACPI. Zum Test habe ich noch eine Windows 10 Rettungs-DVD getestet. Die läuft ohne Probleme und erkennt auch den 4k-Monitor korrekt, also Grafik wird erkannt.
Wenn ich den Bootschalter acpi=off durch acpi=noirq oder pci=noacpi ersetzte führt auch das zum black screen. BIOS wurde updatet, diverse BIOS-Einstellungen ausprobiert. Der Fehler tritt auch bei entferntem M2-Laufwerk und beim booten über USB-Stick und über DVD auf. Mein Eindruck ist, das der Boot völlig normal verläuft, nur eben ein schwarzes Bild von der Grafik ausgegeben wird (der Monitor geht nicht in Standby).
Ich bin mit meinen Latein mittlerweile am Ende.
Entweder benötige ich eine zündende Idee, was ich bisher übersehen habe, oder
eine Hardwarekonfiguration älteren Datums, preisgünstig bei eBay zu ersteigern, von der mir jemand bestätigen kann, dass Linux wirklich darauf läuft (bitte keine Spekulationen wie: Läuft eigendlich alles, mach dir kein Kopf. Das habe ich schon vor dem Kauf gelesen.) oder
ich muss wirklich noch ein Windows kaufen (definitiv schlechteste Option, möchte ich gern vermeiden).
ich habe noch mal das Web durchgerast und bin dabei auf https://linux-hardware.org gestoßen. Dort wird das MSI als kompatibel gelistet, aber in allen Fällen mit CPU ohne integrierte Grafik. Der Ryzen 2200G scheint das problem zu sein. Kann das mal jemand bestätigen oder dementieren?
Ich habe jetzt noch mal mit der BIOS-Einstellung integrierte Grafik deaktiviert und einer uralten Matrox P69 als externe Grafikkarte getestet. Der black screen tritt nicht mehr auf. Die Grafikkarte wird aber auch nicht erkannt, was aber wohl normal ist.
Hi, bei einem Bios Update des B450 auf die neueste/aktuelle Version werden nur noch CPUs der Ryzen 3000er Serie oder höher unterstützt. Der 2200G ist halt einer der 2000er Serie und der fällt raus. Das hat mit der Größe des CRom auf dem Mainboard zu tun bei den “alten” B450er das es meistens nur 16MB bzw 32MB sind und somit kein Platz für noch mehr CPU Auswahl im Bios. Kannst auf der Herstellerseite ja nachprüfen da bei der Biosnummer die unterstützten CPUs gelistet sind.
Kauf dir bei Kleinanzeigen einen 3200G oder 3400G für ca 30Euro oder einen 5600G oder 5600GT dann läuft die Kiste wie der Blitz.
Hatte das Gleiche und wurde mit einem 5600GT glücklich für 65 Euro bei Kleinanzeigen.
Heureka!
Mit der 2400G läuft es.
Der Unterschied zur 2200G ist der Veag11 statt Vega8. Scheinbar ist in der Unterstützung des Vega8 ein Fehler. Das würde dann folgende CPUs betreffen:
2200G, 2200GE,
3200G, 3200GE
bzw. die mobilen
2500U, 2600H,
3550H, 3501U, 3500C, 3500U und 3450U.
Gibt es jemand, der so eine CPU hat und dessen Grafik unter Linux nutzt. Dann würde das meiner Theorie widersprechen. Sonst würde ich das mal an die Entwickler weitergeben.
@gonscseb: Die CPU läuft mit neuestem BIOS (August 2026) und in der Beschreibung der BIOS-Versionen auf der Herstellerseite finde ich auch nichts, dass die 2000er nicht mehr unterstützt werden. Das BIOS ist auch 17,xMB groß. Da sollte bis 32MB noch Platz sein.
Ich habe jetzt noch mal länger im Internet recherchiert und dabei folgende herausgefunden.
Der Fehler wurde für Kernel 4.18 (da aber auch für die 2400G) schon mal beschrieben, ist aber seit 4.19 wohl gefixt.
Aktuell tritt das Problem wohl nur beim 2200G (evtl auch 2200GE) auf B450 (evtl. auch B350) -Mainboards auf, wenn die integrierte Grafik verwendet wird. Mit dedizierter Grafikkarte läuft alles problemlos.
Die Frage die sich mir stellt ist nun, macht es Sinn dies an die Kernel-Entwickler zu melden (und wie macht man das)?
Ich würde den Befund auch gern auf linux-hardware.org oder einer vergleichbaren Seite veröffentlichen, weis aber nicht wie das geht. linux-hardware.org scheint nur Positiv-Berichte in Form von Hardware-Scans anzunehmen und listet keine Kontaktmöglichkeiten.
Ja, die Seite kenne ich, kann aber nichts damit anfangen. Ich habe unter Hardware nichts zum Thema APU, Vega oder integrierte Grafik gefunden. In der Hardwaredatenbank gibt es keine Rubrik CPU und unter Motherboards tauchen nur recht alte Boards auf und die openSuse-Versionen enden bei 11.3. Das ganze ist so alt, dass da glaube ich keiner mehr reinschaut.