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Thread: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

  1. #1
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    Default KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Dieses Problem habe ich schon länger, aber jetzt möchte ich es doch mal wissen.

    Aktuell habe ich OpenSuse 13.1 mit KDE 4.11.4

    Per Script lasse ich den Rechner nach anderen Rechnern suchen und binde deren Freigaben in mein Dateisystem per cifs oder nfs ein. Das selbe Script nimmt die Freigaben auch wieder heraus, wenn der andere Rechner nicht mehr antwortet. Es läuft alle 5 Minuten per cronjob.

    Mein Problem:
    Wird ein Rechner heruntergefahren, dessen Freigaben eingebunden sind, ist KDE scheinbar tot. Erst wenn ein umount dieser Freigaben durchgeführt wird, reagiert KDE wieder. Es werden sogar alle Mausklicks ausgeführt, die ich in dieser Zeit auf den KDE-Desktop gemacht habe.
    Der Rechner friert aber nicht ein: offene Fenster-Anwendungen kann ich normal weiter benutzen; habe ich ein Terminalfenster auf, kann ich dort normal arbeiten; per ssh kann man sich problemlos einwählen.

    Hat jemand eine Idee?

  2. #2

    Default Re: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Interessant. Ein paar Fragen:
    In welche Verzeichnisse hängst du die Freigaben ein?
    Nutzen irgendwelche Anwendungen deren Daten?
    Tritt dieses Problem immer, oder nur bei einigen Freigaben auf?
    Kannst du das Skript hier posten?

  3. #3
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    Default AW: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Die Freigaben sind immer nach dem gleichen Muster eingebunden. Im Falle von Windows-Rechnern:

    /mnt/rechner_name/freigabe_name

    Die Verzeichnisse sind selbstverständlich vorhanden.

    Der entsprechende Part des Scripts, der cifs-Freigaben einbindet, sieht so aus:

    Code:
    smbclient -N -L $SERVER > /dev/null 2>&1
    if [ $? -gt 0 ]; then
       IsThere=No
    else
       for SHARE in `\ls /mnt/$SERVER`; do
          if [ `mount -l | grep /mnt/$SERVER/$SHARE | wc -l` -eq 0 ]; then
             /sbin/mount.cifs //$SERVER/$SHARE /mnt/$SERVER/$SHARE -ocredentials=/opt/tools/.$SERVER,dir_mode=0777,uid=xxxxxx,gid=users 2>/dev/null
             if [ $? -eq 0 ]; then
                echo //$SERVER/$SHARE gemountet
             else
                echo FEHLER:   //$SERVER/$SHARE konnte nicht gemountet werden
             fi
          fi
       done
    fi
    Aber das Script bzw. eigentlich sind es zwei, ist nicht das Problem - im Gegenteil - wenn es gelaufen ist, reagiert KDE wieder, also spätestens nach 5 Minuten.


    Soweit ich weiß, nutzen Anwendungen die Daten auf den Freigaben nicht. Nur die, die selber aufrufe. Aber das mache ich nur, wenn ich weiß, das der andere Rechner läuft.
    Nepomuk und Akonadi sind deaktiviert.


    Da die offenen Fenster ganz normal funktionieren und ich auch zu den offenen Fenstern wechseln kann, merke ich meistens nicht, das KDE eingefroren ist. Nur wenn ich zufällig in der Zeit zwischen Abschalten und dem cronjob z.B. die Arbeitsfläche wechseln will, passiert nichts und ich muss mir einen Kaffee holen.

    Eingebunden werden bis zu 5 Rechner bzw. NAS, wobei die meisten unter meiner Kontrolle sind. Betroffen sind aber alle Freigaben.

  4. #4

    Default Re: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Ich verwende selbst ein kleines Skript zum automatischen einbinden, das jedoch nur während des Bootvorgangs läuft. Anwendungen, die auf diese Daten zugriffen haben z.B. bei einem Neustart des Samba-Servers ebenfalls nicht reagiert. Daher meine Fragen. Da aber kein Prozess auf diese Daten zugreift (mit ps überprüft?) sollte das grade bei KDE passieren. Mal nachdenken -Das Skript könnte sich in dem genannten Fall unerwartet verhalten. Dann müsste es eine lange laufzeit haben (ps | grep Skriptname nach dem ausschalten eines bereits eingebundenn shares) Zudem kann man das Skript als Ursache ausschließen, in dem du es aus dem Cronjob nimmst und von den share manuell mountest. Wenn dann nach abschalten des Samba-Servers KDE immer noch hängt, liegt das Problem wohl woanders.
    Ich könnte mir vorstellen, dass hier Fehler im Zusammenhang mit automatischen mount und umount entstehen.

    Dazu eine Frage: Du lässt dir von smbclient eine Liste der Shares zurückgeben und mountest die dann - auch wenn sie vorher schon gemountet wurden? Ist es möglich das sich das Skript dann beim umount selbst im Weg steht?

  5. #5
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    Default AW: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Hallo, erstmal Danke für die Hilfe!

    Ich habe etwas Zweifel, dass das Script das Problem ist. Denn - egal ob über cronjob oder über eine zufällig offene Konsole aufgerufen - nachdem es ausgeführt wird, reagiert KDE wieder normal. Es läuft auch recht schnell durch, die meiste Zeit wird durch das anpingen der Rechner verbraucht. Über ein lock-Verzeichnis verhindere ich, dass es mehrmals läuft.
    Es ist seit Jahren in Gebrauch.

    Aber es gibt ja nichts, was es nicht gibt.

    Was passiert:
    1.) Ist der Rechner da: ping
    2.) bietet er Dienste an: smbclient für cifs oder nmap bei nfs
    3.) werden die Freigaben schon gemountet: mount -l
    3.) Wenn nicht, dann mounten

    Und ähnlich, wenn der Rechner nicht mehr da ist.

    Ich war gerade wieder am Suchen. Kann es sein, dass der Dienst "Ordnerüberwachung" hier Probleme macht? Das werde ich heute später mal testen.

  6. #6
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    Default Re: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Ich hatte ein ähnliches Problem:

    Ich habe einen kleinen Fileserver, bei dem ich regelmäßig per Script mit rsync ein Backup ziehe. Die Freigaben waren ursprünglich über SMB/cifs gemounted.
    Immer wenn das Script im Hintergrund lief, fror mein System regelmäßig komplett ein, und zwar so, dass nur noch ein Hardware-Reset half.

    Ich habe nie herausgefunden, warum das so war, aber einige Artikel gefunden mit Einfrier-Problemmeldungen im Zusammenhang mit cifs shares. Ich vermute irgendwelche deadlocks bei parallelem Zugriff auf das Netzlaufwerk.

    Deshalb bin ich auf NFS umgestiegen. Nun funktioniert das Mounten mit mehrfachen Benutzerrechten und viel wichtiger: Seitdem läuft das Script stabil.

    Siegmund

  7. #7
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    Smile AW: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Es ist schon mal "schön", dass ich das Problem nicht allein habe. Danke dafür.

    Ich habe die Sache (zwangsweise) weiter beobachtet. Und es hängt wirklich mit smb/cifs zusammen.
    Mittel "ps ax" kann ich sehen, dass KDE steht, wenn dieser Befehl läuft:
    umount -l /mnt/opus/Daten

    Auf dem Rechner opus mit Windows 7 Ultimate gibt es die Freigabe Daten, die in das obige Verzeichnis gemountet ist. Der Befehl braucht sehr lange für die Ausführung und anschließend wird eine zweite Freigabe dieses Rechners ausgehängt.
    Erst nach dem umount der zweiten Freigabe ist KDE wieder bedienbar.
    Manchmal war ich auch ungedultig und habe meinen Rechner neu gestartet.

    Ich verwende schon extra den Parameter -l. Nehme ich -f, funktioniert das umount der zweiten Freigabe nicht und bleibt.
    Dann geht übrigens auch df nicht. Nur mount zeigt an, dass das Verzeichnis noch (scheinbar) da ist.

    Als workaround kann ich dem Windows-Rechner nfs beibringen, aber irgendwie unbefriedigend.

    Was ich dabei eigenartig finde, ist dass der Befehl umount auf Betriebssystem-Ebene ausgeführt wird - unabhängig von einem zufällig laufenden Desktop. Und KDE sollte sich doch zunächst nicht dafür interessieren - erst wenn ich mit einem KDE-Programm auf das nicht existierende Verzeichnis zugreifen will.

  8. #8

    Default Re: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Hallo an alle,

    bei mir läuft zwar Debian 3.13-1-amd64 mit KDE 4.11.3 aber da es ein KDE-Problem zu sein scheint bin ich wohl hier richtig.

    Habe einen Raspberry Pi mit Raspian wheezy als Samba-Server. Wird die verbindung getrennt reagiert Win 7 gelassen mit einer Fehlermeldung. KDE, wie bei euch auch bekommt da schon Probleme.

    Ich habe kein Script, sondern starte einfach SMB4K und mounte von dort aus. Dabei habe ich folgende Erfahrung gemacht:

    Trennen der Verbindung bewirkt zunächst keine Reaktion, versucht ein Programm auf einen Ordner zuzugreifen (selbst einen lokalen) gibt es Probleme.
    Es ist auch schon passiert, dass Dolphin eingefroren ist, als ich mit SMB4K den Ordner ausgeworfen habe.

    Logge ich mich auf der Gnome Classic Oberfläche ein kann ich auch SMB4K nutzen, auch Dolphin kann ich nutzen. Hier ist mir allerdings nichts eingefroren.

    Ich kenne mich nicht besonders gut aus aber: im Systemmonitor (KSysguard) sehe ich, wenn ein Programm hängt bei der CPU-Auslastung "disk sleep". Das steht dann nicht nur bei SMB4K, sondern auch bei kio_file.

    Jetzt meine Frage:
    Könnte das Problem über Samba hinaus gehen und kio_file zu tun haben? Oder mit Dolphin?

  9. #9
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    Default AW: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Danke für die Info.

    Ich habe das jetzt auch mit ksysguard beobachtet. Gleichzeitig lief auch "ps ax | grep mount" im Sekundentakt.
    Den Windows-Rechner habe ich dann mehrmals neu gestartet (jedes Mal eine Treppe rauf), mit besagtem Script gemounted, remote heruntergefahren und gewartet, bis per cron und script das umount ausgeführt wird.

    Die neue Beobachtung:
    Wenn das umount ausgeführt wird (das eine Weile braucht), sehe ich über den Systemmonitor, dass für "krunner" und "plasma-desktop" bei "CPU %" die Meldung "inaktiv auf Festplatte" steht.
    In dieser Zeit friert KDE ein. Wenn das Script dann durchgelaufen ist, dauert es noch 1 - 2 Sekunden bis KDE wieder reagiert.

    Einmal stand danach auch bei "khubd" diese Meldung und verschwand nicht mehr. Der Rechner hat sich dann bei dem Herunterfahren auch nicht ausgestellt - vielleicht nur Zufall und vermutlich ein anderes Thema.

  10. #10

    Default Re: KDE friert ein, wenn Rechner mit Freigabe nicht mehr im Netz sind

    Super, die nachricht ist weg, angeblich war mein text zu kurz:
    Errors
    The following errors occurred with your submission

    The message you have entered is too short. Please lengthen your message to at least 10 characters.
    Deshalb jetzt in Kurz:
    Mein System hatte damals sogar die Versuche über ssh zuzugreifen zurückgewiesen. Bei anderen Versuchen konnte ich noch über KSysGuard die Anwedungen beenden (Term).

    Wäre es nicht eine Möglichkeit X zu beenden und in der Konsole den unmount zu versuchen? Bei mir hatte ctrl+alt+backspace nichts gebracht, das scheint deaktiviert zu sein, erstmal nachsehen, wie ich das aktiviere.

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