Page 1 of 2 12 LastLast
Results 1 to 10 of 20

Thread: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

  1. #1

    Default Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Hallo,

    kmail2 soll nach einigen Ankündigungen ja im Juni offiziell angeboten werden. Ich dachte, zwei Wochen vorher kann man ja mal testen, mal sehen, ob die neue Software meine 5 GB Mails bewältigen kann unter 11.4 und kde 4.6.3.

    Ich habe also die vorhandenen Pakete von opensuse (kdepim46) installiert und dann kmail gestartet, ohne mich vorher ab- und wieder anzumelden. Es kam dann ein Fenster mit ein paar Meldungen zur Migration, eine Fehlermeldung, die Migration von kmail habe nicht geklappt. Dann kam noch einmal ein Fenster mit der Nachricht, wenn ich die Migration von Hand starten wolle, müsse ich folgenden Befehl eingeben. Diese Meldung habe ich in geistiger Umnachtung einfach weggeklickt.

    Bis dahin habe ich also zwei Fehler begangen:

    1. Ich habe mich nach der Installation nicht ab- und wieder angemeldet, so dass wahrscheinlich alte und neue Versionen durcheinanderliefen.
    2. Ich habe die Meldung zur manuellen Migration weggeklickt.


    Nach einem Neustart lief kmail2, aber ohne meine Mails wahrzunehmen, wohl aber die Struktur. Hier hat kmail2 die vorhandene Ordnerstruktur abgebildet unter »inbox« und daneben noch einen eigenen Ordner »Posteingang« angelegt. Gleiches gilt für gesendete Mails (sent-mail), etc. Ergebnis also: Struktur verdoppelt, keine Mails drin.

    Also habe ich F5 für jeden Ordner gedrückt und tatsächlich hat kmail2 dann die vorhandenen Mails gefunden (dauert 'halt). Ich habe dann versucht, die Unterordner unter inbox umzuhängen in den neuen Ordner »Posteingang«, darüber ist das Programm abgestürzt und startet neu ganz leer: weder Struktur, noch Mails, noch E-Mail-Konten.

    Die Passworte konnte kmail2 aus irgendwelchen Gründen nicht kwallet entnehmen, sondern ich musste sie nochmals eingeben. Ich habe mich bei einem Passwort getäuscht, aber kmail2 hat nicht gemeldet, dass das PW falsch war.

    Ich bin dann zunächst einmal zu kmail (1) zurück und habe aufgeräumt. Dabei habe ich alles gelöscht, was kres, akonadi etc. in ~/.kde4 an Dateien angelegt haben. Ich dachte, dass ich auf diese Art die Migration neu und ordentlich würde starten können. Insbesondere habe ich aus den Systemeinstellungen / Akonadi Ressourcen Dutzende von verstümmelten E-Mail-Konten gelöscht.

    Ääähm, das war wohl zuviel des Guten. Nach dem nächsten Anmelden lief kde nicht mehr, plasma startete nicht. Ups. Kaputtgefrickelt.

    Daraufhin habe ich den bisherigen ~/.kde4-Ordner umbenannt und dann den User neu angemeldet. KDE legt dann alles schön neu an. Dann habe ich wichtige Dinge (Services, diverse rc-Dateien) reinkopiert aus der alten Version.

    Das war eine gute Tat: KDE läuft viel besser als vorher. Die Migration zu kmail2 hat dann auch problemlos funktioniert. Seit zwei Tagen läuft das Programm auch stabil, bis auf einen Absturz. Aber ich fand alle Ordner bei kmail2 leer und musste sie manuell befüllen lassen mit F5.

    Resumee:

    • Der Migrationsprozess ist nicht stabil genug und verdoppelt die vorhandenen Strukturen.
    • Versucht man sie ungeschickt zu vereinfachen, kann man sich unversehens in einem leeren kmail2 wiederfinden.
    • Eine Hilfe zur Migration fehlt.
    • kmail2 kommt mit kwallet nicht zurecht, man muss die Passworte noch einmal eingeben.


    Aber es lohnt sich sowieso, hin und wieder ~/.kde4 neu anzulegen.


    Es wird bei dem bisherigen Stand in drei Wochen ein Debakel geben, wenn man den Anwendern mitteilt, es gebe nun kde-pim 4.6 als stabile Version, vergleichbar dem nächsten update auf dann kde 4.6.4.


    Die Migration wird bei vielen Usern schief gehen und die werden dann noch weiteren Blödsinn machen, so wie ich, oder sehr verärgert thunderbird installieren.

    Nach dem gegenwärtigen Zustand von kdepim 4.6 zu urteilen, ist insbesondere die Art und Weise der Migration noch nicht stabil genug. Es ist zuwenig, dem Anwender einmal eine Meldung zu senden, wie er die Migration manuell starten kann und die, einmal weggeklickt, unauffindbar wird.

    Gruß,
    Alexander

  2. #2
    Join Date
    Jun 2008
    Location
    Germany
    Posts
    49

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Danke für den Erfahrungsbericht. Das heisst also, dass man sich als KMail
    Nutzer so wie ich doch noch was vorsehen sollte.


  3. #3

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Inzwischen habe ich herausgefunden, dass die Funktion "Postausgang versenden" verschwunden ist. kmail2 nimmt eine zu versendende Email in das Postfach "outbox", kennzeichnet sie aber dort auch dann als versendet, wenn der Versand mit irgendeiner Fehlermeldung endet. Brrrr.

    Man kann die Nachricht dann nicht versenden, sonder muss sie weiterleiten. Na danke.

    Passiert ist das übrigens, als ich versucht habe, so eine Outlook-Einladung zu einer Besprechung anzunehmen. Damit kann kmail2 nicht umgehen.

    Also: Abwarten.

  4. #4

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Zumindest die Version *.96 erwies sich als so instabil, dass ich heute wieder das alte kmail installiert habe. Da verschwand einmal der Inhalt eines wichtigen Ordners, kmail2 erwies sich als _sehr_ resourcenraubend, nein, also, vielleicht ein andermal wieder.

  5. #5
    Join Date
    Aug 2008
    Location
    Neuendorf, Switzerland
    Posts
    110

    Question Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Ich habe auf der KDE-Seite irgendwo gelesen, dass mit KDE 4.6.4 kmail2 gekommen sei. Ist dem so? Und wenn ja, warum nicht bei openSUSE? Oder mache ich da etwas falsch?

  6. #6

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Ich hatte auch zuletzt mit 4.6.4 aus tumbleweed und kdepim46 opensuse-Paketen (ich glaube aus factory) mit kmail2 herumgespielt.

    Die Migration hat bei mir geklappt, allerdings hat das alles in allem bestimmt 20min gedauert. Das eigentlich Problem was ich jedoch noch sehe ist, das die Basis von kmail2 nämlich akonadi in bestimmten Situationen "schwierig" ist.
    Bei mir ist mein Home-Verzeichnis auf NFS und akonadi legt alles per default in $HOME/.local als bei mir in ein NFS-Verzeichnis. Das hat für mich zur Folge gehabt, das wenn immer ich meinen Rechner mal nicht sauber herunterfahre oder KDE mal gehangen hat oder ein Resume nach einem suspend to disk schief gegangen ist, die akonadi-Datenbank nur noch Schrott war. Mysql konnte diesen Schrott dann nicht mehr reparieren und es half nur löschen oder backup einspielen. Nicht gut. Dumm ist jetzt halt, das wenn akonadi nicht geht auch kein kmail, korganizer etc mehr läuft.

    Jetzt habe ich manuell akonadi in einen zentralen MYSQL-Server gelegt, was klappt, aber zu einem langsamen kmail2 führt, insbesondere beim Starten. kmail1 hat sich deutlich besser und schneller angefühlt, thunderbird im Vergleich ist noch ne Klasse schneller als beide kmail`s.

    Ein weiteres Problem das ich mit kmail2 habe ist, das es nicht vernünftig mit toplevel-Imap-Foldern umgehen kann. Man kann zur Zeit keine toplevel-Folder neu anlegen. Es gibt einfach keinen Menüpunkt dazu. Man kann solche Ordner auch nicht sortieren. Daher erscheint mein "Posteingang"-Ordner jetzt hinter dem "Organisation"-Order und vor "Trash".

    Das ist zwar ansich nichts großes aber es erschwert die praktische Arbeit mit kmail2 und ist schlicht ein Rückschritt zu kmail1 womit das alles ging zumal imap-Folder wirklich Basis-Funktionalität darstellen egal ob toplevel oder nicht.

    Gut ist die Suchmöglichkeit, die jetzt Datenbankbasiert ist. In windeseile kann man alle Mails nach Begriffen durchsuchen. Das ist ein Vorteil gegenüner kmail1.

    Mal sehen ob das in 4.6.4 veröffentlich kmail2 bzlg der Bugs schon nachgebessert hat.

    Im Moment spiele ich wirklich mit dem Gedanken nach 10 Jahren kmail zu thunderbird zu wechseln, einfach weil es besser funktioniert und nach Mails suchen kann man dort auch sehr flott.

    Grüße
    Rainer

  7. #7

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    In kde-pim 4.6 steckt sicherlich eine unglaubliche Menge Arbeit. Die Leute, die das alles auf die Beine gestellt haben, werden sich etwas dabei gedacht haben.

    Trotzdem scheint mir die Nachfrage nach der neuen Version überschaubar. Auch openSuse hat sie bislang nur im Factory-Verzeichnis, nicht aber beispielsweise in Tumbleweed angeboten. Es gibt also einen Haufen Skepsis, ob hier nicht so eine Art Bananen-Software angeboten wird.

    Möglicherweise ist das ein Kommunikationsfehler der Entwickler, die als Zielgruppe für ein upgrade von kmail1 auf kmail2 nicht Leute wie mich vor Augen haben (5 Jahre altes Thinkpad, 5 GB Emails), sondern Unternehmen, bei denen Mysql ohnehin auf einem Server läuft.

    Ich vermisse die Ansage der Entwickler, wer zur Zielgruppe von kde-pim 4.6 gehört und wo im Moment tatsächlich die Probleme liegen.

  8. #8
    Join Date
    Aug 2008
    Location
    Neuendorf, Switzerland
    Posts
    110

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Ich bin nun auch auf kdepim46 aus nachfolgendem Repository umgestiegen:

    Index of /repositories/KDE:/Unstable:/SC:/kdepim46/KDE_Distro_Factory_openSUSE_11.4

    Bei mir läuft soweit eigentlich alles rund. Einziges kleines Problem ist, dass aus mir noch nicht nachvollziehbaren Gründen der Default-Mülleimer zuweilen auf den lokalen fällt, statt auf jenem auf dem IMAP-Server zu bleiben.

  9. #9

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Ich habe heute auf KDE 4.7.0 umgestellt. Nachdem kmail fürchterlich instabil war, habe ich unter ~/.local/share den Akonadi- Ordner gelöscht und unter ~/.kde4/share/config die Dateien kmail2rc und kmail-migratorrc, beides als root.

    Nachdem Wiederanmelden als Nutzer (und einer neuerlichen Migration) funktionierte kmail2 zum ersten Mal; fehlerlos ist das alles noch nicht, aber zum ersten Mal brauchbar. Seither ist der Rechner (wie gesagt knapp fünf Jahre alt, 2 GB Arbeitsspeicher) sehr beschäftigt, aber bei einer Sammlung von sicherlich 5 GB von E-Mails nebst Anhängen mag es eine Weile dauern, bis alle E-Mails integriert sind. In kürzester Zeit hat sich die Akonadi-Datenbank auf 3 GB aufgebläht.

    Die Zusammenarbeit mit der Brieftasche hat offensichtlich ihre Tücken, jedenfalls hat mich das Programm alle Zugangspasswort zum abholen der E-Mails noch einmal abgefragt. Seltsamerweise konnte ich meine E-Mails versenden, ohne dass ich nochmals gefragt worden wäre.

    Jetzt muss ich mal herausfinden, was ich lustiges mit den neuen Fähigkeiten von kmail anstellen kann.

  10. #10

    Default Re: Erfahrungsbericht: Migration zu kmail2

    Leider erweist sich kmail 2 als echter showstopper. Akonadi & Co. fressen Ressourcen, so dass das gesamte System eine einzige Geduldsprobe wird. Darüber hinaus sind die bestehenden Bugs nervtötend. Zum ersten ist es kmail nicht beizubringen, dass die 5355 E-Mails in einem bestimmten Ordner alle tatsächlich gelesen sind. Weiterhin taucht kmail immer wieder mit der Information auf, hier und da seien einzelne E-Mails in anderen Ordnern ungelesen. Die Integration mit kwallet funktioniert schlichtweg nicht. Ich muss immer wieder die Kennwörter für Mailabholung eingeben.

    Aber wirklich ärgerlich ist der Ressourcenverbrauch. So macht das keinen Spaß. Ich kann kein E-Mail-Programm gebrauchen, dass mehr als 1 GB Arbeitsspeicher verlangt und dann so peu à peu den gesamten Swap verbraucht.

Page 1 of 2 12 LastLast

Tags for this Thread

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
  •