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Thread: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

  1. #1

    Lightbulb Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Hallo zusammen,

    mein Name ist Sebastian Siebert und bin Mitglied in der openSUSE-Community. Ich möchte hier eine konstruktive und sachliche Diskussion anstossen, die die Entwicklung und die Situation von openSUSE positiv beeinflussen soll.

    Im Moment höre ich in der openSUSE-Mailingliste, dass viele Anwender, Administratoren und Entwickler nicht mehr openSUSE nehmen würden. Leider bleiben mir die Antworten oft aus, weil sie z.B. bereits openSUSE den Rücken gekehrt haben. Sehr gerne möchte ich die Gründe erfahren, was man falsch gemacht hat und vor allem wo Verbesserungsbedarf besteht.

    Verbesserungsvorschläge und Kritik rund um openSUSE nehme ich gerne in eine Liste auf. Mit dieser Liste werde ich mich mit den Verantwortlichen zusammensetzen und mit ihnen über eure Sorgen und Nöten reden.

    Um doppelte Vorschläge und Kritiken zu vermeiden, habe ich die Liste bei Google Docs öffentlich zugänglich gemacht und ihr seid so auch immer auf den neuesten Stand: https://spreadsheets.google.com/ccc?...thkey=CMek0aAB

    Ich werde diese Liste regelmäßig aktualisieren. Ich hoffe sehr, dass sich sehr viele Menschen an der Diskussion daran beteiligen.

    Jetzt liegt es in euren Händen und nehmt jetzt die Chance wahr, um uns zu sagen, wo der Schuh drückt. Bitte behaltet im Kopf, die Diskussion sachlich und konstruktiv zu führen. Wenn ihr von einer anderen Distribution (Ubuntu, Debian, RedHat, Mandriva, Gentoo, ArchLinux, usw.) positiv beeindruckt seid, dann erklärt uns bitte, was und warum es da besser ist.

    Vielen Dank. ;-)


    Gruß

    Sebastian
    Last edited by Freespacer; 12-Sep-2010 at 10:07. Reason: Typo
    openSUSE Member Freespacer
    Website/Blog: www.sebastian-siebert.de

  2. #2
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    Default AW: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Was passiert dann mit der Liste?
    http://tinyurl.com/37eaw29
    ::: openSUSE Member :::
    LXDE team
    http://blog.lotz1009.de

    Liam, Liam auch ich liebe das Meer

  3. #3
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    Default AW: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Hallo Sebastian,

    Du müßtest uns vielleicht noch mitteilen, wohin wir die konstruktiven Kritikpunkte, Anstöße und Ideen schicken sollen?

    Beste Grüße
    MarKre

  4. #4
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    Default Re: AW: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Hallo zusammen,

    Quote Originally Posted by MarKre View Post
    Du müßtest uns vielleicht noch mitteilen, wohin wir die konstruktiven Kritikpunkte, Anstöße und Ideen schicken sollen?
    Na hier, denke ich mal.

    Die zentrale Kritik an Suse sind die instabilen Updates. Ich würde ja gerne auf 11.3 wechseln. Aber ich brauche mein System. Ich kann es mir nicht leisten, dass ich mehrere Tage rumfrickle, damit wieder alles so läuft wie vorher. Nun lese ich aber immer wieder im Forum, auf Listen und anderswo Sätze wie "Warum wird eigentlich alles immer schlechter statt besser?" Drucker, die in Vorversionen ohne Probleme werkelten, werden nicht mehr erkannt. Mäuse und Tastaturen zicken nach dem Update rum. Anwendungen sind plötzlich instabil usw. usf. Da überlegt man natürlich ganz genau, ob man sich das antun soll oder nicht doch lieber bei der alten Version bleiben.

    Ich benutze Suse jetzt schon seit vielen Jahren als Arbeitsplatzsystem und auf diversen Servern. Ich möchte kein anderes System haben. Ich bin's gewohnt und habe keine Lust, was anderes intensiver zu lernen. Aber ich kann verstehen, dass vor allem Profis dem System den Rücken kehren, wenn jedes Update ein Lotteriespiel ist. Ich löse ja auch gerne komplizierte Probleme. Aber auf meinem Produktivsystem kann ich mir das nicht erlauben. Das muss laufen. Ich kann schlecht zum Kunden sagen, dessen Server Probleme hat: "Geht im Moment nicht. Ich habe gerade ein Update gemacht und mein Rechner läuft nicht rund. Wie lange das dauert? Kann ich nicht sagen." Machte ich das, dann hätte ich bald keine Kunden mehr.

    Wenn ich dann noch lesen, dass kaum ist 11.3 draußen, schon 11.4 in der ersten Version vorliegt (oder war es nur eine Ankündigung?), dann frage ich mich, ob da nicht mit zu heißen Nadeln gestrickt wird. Löst doch erst mal die Probleme, die 11.3 ganz offensichtlich reichlich hat. Der Wettberwerb heißt nicht "Wer bringt die meisten Versionen pro Jahr raus?" sondern er heißt "Wer baut das beste, stabilste und benutzerfreundlichste System?" Suse hat da durchaus gute Chancen, auf die vordersten Plätze zu kommen. Ich halte es für ein sehr gutes und zu mir sehr freundliches System. Sonst würde ich es nicht benutzen. Aber stabiler könnte es wirklich sein.

    Kurz gesagt: Ich würde mir wünschen, dass die Systeme besser und ausgiebiger getestet werden, bevor sie auf den Markt kommen. Oder ein System wie bei Debian. Eine stabile Version für die Arbeit und eine für die, die Spaß daran haben, wenn die Graka mal wieder drei Tage nicht richtig tut oder der Sound nach dem Update nicht mehr funktioniert.

    Zum Schluss noch vielen Dank für die Mühe. Vielen Dank dafür, dass ich seit Jahren mit einem System arbeiten kann, das ich einfach mag.

    Liebe Grüße

    Erik

  5. #5
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    Default Re: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Hallo zusammen,

    ich bin von dieser Diskussionswelle etwas iritiert muss ich sagen, nach
    Jahren des "eingeschränkten Nutzens" von OpenSuse (Heisst ich habe es mir
    immer in einer VBox behalten aber es war mir zum nutzen oft zu instabil)
    kehre ich voll zurück und finde mich in einer "Community Sinnkriese", was
    sehr verwirrend ist, da es das erste mal seit langem ist das ich OpenSuse
    100% toll finde.

    Also nutze ich die Rede meines Vorredners und sage auch was :-)

    erikro wrote:

    > Die zentrale Kritik an Suse sind die instabilen Updates. Ich würde ja
    > gerne auf 11.3 wechseln. Aber ich brauche mein System. Ich kann es mir
    > nicht leisten, dass ich mehrere Tage rumfrickle, damit wieder alles so
    > läuft wie vorher. Nun lese ich aber immer wieder im Forum, auf Listen
    > und anderswo Sätze wie "Warum wird eigentlich alles immer schlechter
    > statt besser?" Drucker, die in Vorversionen ohne Probleme werkelten,
    > werden nicht mehr erkannt. Mäuse und Tastaturen zicken nach dem Update
    > rum. Anwendungen sind plötzlich instabil usw. usf. Da überlegt man
    > natürlich ganz genau, ob man sich das antun soll oder nicht doch lieber
    > bei der alten Version bleiben.


    Also,
    ich muss sagen ich war während den endlosen Problemen von Suse 10.x war ich
    wenig begeistert von suse. Das hat sich nun mit 11.3 endgültig gewandelt.
    Ich kann endlich mal wieder mit ruhigem gewissen ein update/upgrade machen
    und es funzt, oder auch mal ein repo wechseln, ohne Probleme.
    Dank der (in meinen augen) besseren Struktur der nvidia Treiber, zerlegt es
    mir bei einer Kerneländerung auch nicht mehr die ganze Grafik.

    > Wenn ich dann noch lesen, dass kaum ist 11.3 draußen, schon 11.4 in der
    > ersten Version vorliegt (oder war es nur eine Ankündigung?), dann frage
    > ich mich, ob da nicht mit zu heißen Nadeln gestrickt wird. Löst doch
    > erst mal die Probleme, die 11.3 ganz offensichtlich reichlich hat. Der
    > Wettberwerb heißt nicht "Wer bringt die meisten Versionen pro Jahr
    > raus?" sondern er heißt "Wer baut das beste, stabilste und
    > benutzerfreundlichste System?" Suse hat da durchaus gute Chancen, auf
    > die vordersten Plätze zu kommen. Ich halte es für ein sehr gutes und zu
    > mir sehr freundliches System. Sonst würde ich es nicht benutzen. Aber
    > stabiler könnte es wirklich sein.


    Gut, das ist aber völlig normal, und das findest du bei allen Linux Systemen
    (Ubuntu/Debian und Fedora zumindest) wenn ein Stable draussen ist kommt auch
    direct die erste neue Factory/Rawhide/Whatever des nächsten Releases.
    Auch denke ich das es wichtig ist 2 (oder 3) releases pro Jahr zu haben,
    damit man stabile Versionen nicht aus den Augen verliert. Schaut man sich
    einen Zyklus bei Ubuntu an, sieht man das die 2 pro Jahr gerade ausreichend
    sind um echte Neuerrungen an Software einzubringen, und kleineren Projekten
    die Chance zu geben Stabile releases in eine Distribution einfliesen zu
    lassen. Gegenbeispiel ist zb das Jahrelange Problem das Debian mit Xen
    hatte. Da die Releases einfach zu lange waren und Xen es nie geschafft hat
    in den stable branch zu kommen. Krasses anderes gegenbeispiel ist gentoo,
    die keinen Zyklus kennen und Versionssprünge über Nacht raushauen.

    Von daher machen wir das schon ganz gut denke ich.


    Was ich jedoch vermisse ist eine bessere Serverunterstützung. Die Struktur
    die im Moment hier ist (falls es eine gibt) sagt mir einfach "Kauf dir ein
    SLES, wenn du nen Server willst" Ich finde kein Zentrales Repo das hier
    massgeschneidert ist (KORRIGIERT MICH BITTE!), ich muss mir meine Software
    aus vielen verschiedenen Repos zusammen suchen (Apache, PHP, DB, roundcube)
    und den Kernel baue ich mir selbst da die Auswahl Desktop oder default mir
    wenig bringt.

    Ich denke wir (die Community) sollte sich einfach wieder auf die Stärken
    besinnen. Jahrelang verschrien als "Windows NE (Nürnberg Edition)", schaffen
    wir es immernoch einen stabilen Desktop aus der Box zu liefern. Mit KDE sind
    wir hier fast unschlagbar. ich kenne viele Gnome Nutzer die meinen wenn sie
    KDE wollten würden sie ein Opensuse nutzen ( :-) ) zwar irgendwie ironisch,
    aber wir sind in den Köpfen drin.

    Also, ich denke dann sollte jetzt jeder mal sich seine Gedanken machen, sich
    aus der Sinnkriese bewegen, lasst euch ruhig ne Woche Zeit zum Nachdenken,
    ich arbeite hier dann mal solange weiter :-)

    > Liebe Grüße
    >
    > Erik

    Jörg

  6. #6
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    Default Re: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Jetzt liegt es in euren Händen und nehmt jetzt die Chance wahr, um uns zu sagen, wo der Schuh drückt.
    Vorbemerkung: Ich betreue eine ganze Anzahl von Rechnern (derzeit 9) an verschiedenen Standorten mit openSUSE 11.1 oder 11.2, also Mischbetrieb. Im Verbund sind verschiedene Datenbankfunktionen wichtig.

    Hier drückt der Schuh (ich meine das einfach als Beispiel): MySQL wird per default mit dem Zeichensatz iso-8859-1 kompiliert. Wer UTF-8 will, der setzt die Option im Konfigurationsfile. Seit 11.2 ist nun aber der default bei openSUSE plötzlich UTF-8. Das wird nun auch vom client als default angenommen, und zwar auch dann, wenn er in einem auf latin1 konfigurierten Terminal gestartet wird. Damit sind die Systeme untereinander schlicht nicht mehr kompatibel, und das lässt sich auch mit der Konfiguration nicht aus der Welt schaffen. Ältere Backups können mit der neuen Version nicht mehr eingelesen werden.

    Was ist so schlimm daran? Das Problem lässt sich lösen, indem man sein eigenes Paket baut und den status quo ante wiederherstellt. Schlimm ist meiner Meinung nach, dass ein solcher Wechsel nirgends erwähnt wurde, und sich der Paketbauer offenbar der Konsequenzen seines Tuns nicht bewusst war. Solche Dinge sind unnötig und fressen beim Administrator viel Zeit.

    Was ich mir wünsche? Jeder neue Release kann (und soll) bei den Multimedia-Anwendungen, Spielen etc. das neueste enthalten; wir sehen dann, was läuft und was nicht. Aber innerhalb der Kerngruppe der Arbeitspferde (Stichwort LAMP & friends) sollte ein erhöhtes Bewusstsein dafür vorhanden sein, dass sie einfach stabil laufen müssen und auch kompatibel sein müssen. Hier gibt es kein "I did it my way". Sonst wandert dieser Teil der Anwender ab (oder bleibt dei DEBIAN).
    Technology is 'stuff that doesn't work yet.' -- Bran Ferren

  7. #7

    Default AW: Re: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Leider bleiben mir die Antworten oft aus, weil sie z.B. bereits openSUSE den Rücken gekehrt haben.
    Grüezi Sebastian,

    hier mal ein Grund nicht nur Suse zu nutzen: Mit dem Firefox im Internet zu surfen ist mit Suse jeglicher Version 8.3 bis 11.3 eine quälend langsame Angelegenheit. Darum habe ich, bei den heutigen Preisen für Massenspeicher, dafür auch eine Ubuntu-Installation 9.4 auf dem Rechner. Jüngere Ubuntus sind auch langsamer.

  8. #8
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    Default AW: Re: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Hallo Sebastian,

    ich wünschte mir für die Zukunft eine klare Marketing-Strategie von openSUSE:

    Öffentlichkeitsarbeit

    1. Für wen ist openSUSE geeignet; welche Zielgruppe soll mit openSUSE angesprochen werden (Fokussierung/Zielgruppenanalyse)

    2. Wie soll sich openSUSE dem Anwender präsentieren; wie soll der Anwender für openSUSE interessiert werden (Marketinganalyse)

    3. Ausbau der zentralen Webpräsenz -> Vollständige Lokalisierung (Deutsch) aller Unterseiten, einfachere Strukturierung der Unterseiten und der Verweise dorthin (Bsp. Anwender, die im Wiki Hilfe suchen, suchen den Begriff im linken Navigationsbereich vergebens)

    Software

    1. Vollständige Lokalisierung von YAST (letzten bzw. neuen Optionen ins Deutsche übersetzen); Prüfung, ob Softwarebeschreibungen in YAST übersetzt werden können (in Ubuntu sind viele Beschreibungen deutsch lokalisiert, sodaß sich der Anwender ein Bild vom Programm machen kann; -> nur Programme, nicht Bibliotheken)

    2. Erarbeitung eines Eingangsdialogs (nach der Installation), der den neuen Anwendern anbietet proprietäre Treiber, Multimediabibliotheken mit wenigen Klicks nachzuinstallieren;

    Ich werde diese Liste ggf. aktualisieren und würde mich freuen, wenn Du einige der Punkte mit in die Liste aufnehmen würdest.

    Beste Grüße
    MarKre

  9. #9
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    Default AW: Re: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Korrektur: Der im Navigationsbereich von openSUSE befindliche Eintrag "Wiki" ist zwar vorhanden, verweist aber auf die (gleiche) Startseite - bitte ändern!

    Beste Grüße
    MarKre

  10. #10
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    Default AW: Plan / Strategie / Kritik rund um openSUSE

    Hallo alle zusammen,

    Ich verwende jetzt openSUSE schon einige Zeit als Hauptsystem.
    Das Hauptproblem finde ich wie schon hier erwähnt, ist dass das neue Versionen immer am Anfang verbugt sind, daher warte ich immer noch einen Monat nach der Veröffentlichung bis ich es mir installiere, sodass die größten Bugs evtl. schon ausgemerzt sind und es Updates gibt.
    Aber was ich auch sehr schlimm finde, ist die Unterstützung (Wiki, Forum etc.).
    Dort ist das Problem, wenn du nach Problemlösungen googelst, findest du keine openSUSE Seiten, nein du findest Ubuntuusers Seiten.
    Und da sehe ich ein Hauptproblem, denn im Wiki wird zwar gearbeitet, aber das Management stimmt nicht, openSUSE ist zu sehr auf den Amerikanischen Markt konzentriert, das merk man daran, dass z.b. das Wiki eine Übersetzung aus dem En ist, sowie das Deutsche Forum nur ein Unterforum vom Englischen.
    Auch die Teams sind alles Englische (Frauen bei openSUSE...), und das stört viele User.
    Da hat das Management einen Fehler gemacht und alles auf das Amerikanische Konzentriert und Europa (Deutschland) vergessen.
    Aus dem Grund hat Ubuntu auch soviel Erfolg, guck dir die Seite an, die haben eine deutsche Community und wir hier? Nur Übersetzungen?

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